Der frühere Geschäftsführer war wegen Bestechlichkeit verurteilt worden, seine Frau musste sich wegen Beihilfe zur Vorteilsannahme verantworten.

Die Anklage warf der 49-Jährigen vor, für ihren Ehemann 19 Scheinrechnungen in Höhe von insgesamt etwa 97 000 Euro ausgestellt zu haben. Die Summe muss sie an die geschädigten Stadtwerke zurückzahlen. Zudem muss die Frau 1500 Euro an eine gemeinnützige Organisation zahlen. Der ehemalige Geschäftsführer der Stadtwerke war im Juli zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Ihm wurden 74 Fälle der Bestechlichkeit und 49 Fälle von Vorteilsnahme vorgeworfen. Laut Gericht war dem Unternehmen ein Schaden von rund 700 000 Euro entstanden. Knapp 280 000 Euro behielt der Manager für sich.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Im ersten Verfahren im Stadtwerke-Skandal im Februar war ein Brennstoffhändler zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe verurteilt worden.

Als ständiger Lieferant hatte er zu einem Firmengeflecht gehört, mit dem der damalige Geschäftsführer seinen Arbeitgeber von 2008 bis 2013 betrog. Durch die Machenschaften erlangte der Brennstoffhändler mehr als eine halbe Million Euro.