Einen TÜV für Ehen hat nämlich Paartherapeut Roland Weber jetzt gefordert. Diese "Art Vorsorgeuntersuchung fürs Emotionale" sollte alle drei Jahre vorgenommen werden, meint er. Jedes Paar werde dann auf seine Schwachstellen durchgecheckt.

Sind drei Jahre nicht zu lang? In der Zeit kann ein Partner, dessen Bremsen nicht funktionieren, weit auf Abwege geraten. Und eine Promi-Ehe ist schon zwei Mal geschieden, bevor sie das erste Mal zum TÜV kommt.

Auch die Mängelbeseitigung bleibt unklar. Helfen Ausbesserungen (Verhaltensänderungen), Überlackieren (Schönheits-Operationen) und Schweißarbeiten (Sex)? Oder muss ein Partner mit vielen Macken gleich verschrottet werden? Unschön wäre, wenn der Empfänger von Unterhaltszahlungen diese "Abwrackprämie" nennt. Denn die gibt es ja nicht mehr.

Besteht das Paar den TÜV, braucht es alle drei Jahre eine neue Plakette. Und diese muss vom Ehering zu unterscheiden sein. Denn schon jetzt halten manche den darin eingravierten Tag nicht für den Zeitpunkt des Treuegelöbnisses, sondern für sein Ablaufdatum.