Fast die Hälfte der 27 Linke-Landtagsabgeordneten waren nach Angaben der Partei seit dem vergangenen Jahr davon betroffen. Die Bandbreite reiche von Fäkalien oder toten Tieren in Briefkästen über Farbschmierereien und Aufkleber bis hin zu Sprengstoffanschlägen. Besonders betroffen sei in Hoyerswerda das Büro der Linken-Bundestagsabgeordneten Caren Lay (Foto: dpa) mit 19 Angriffen. Auch die Büros der 14 AfD-Abgeordneten sind häufig Ziel solcher Attacken. 25 Fälle zählte die Fraktion nach eigenen Angaben.

Auch Büros der Grünen wurden angegriffen. Hier gehe es in der Regel ebenfalls um eingeschlagene Scheiben, Farbbeutel und Schmierereien, sagte die Pressesprecherin der Fraktion, Anne Vetter. Zahlen nannte sie nicht.

Abgeordnete der Regierungsparteien CDU und SPD sind mit jeweils zwei Fällen 2015 selten betroffen. Dafür traf es hier Regierungsprominenz: Vize-Ministerpräsident und Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) und Innenminister Markus Ulbig (CDU). Im Radebeuler Bürgerbüro des sächsischen SPD-Chefs wurden Ende September Scheiben eingeworfen; Ulbigs Wahlkreisbüro in Dresden wurde mit Aufklebern und Graffiti verunstaltet.