Das Militär sprach von einem Einsatz gegen Rebellen der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans im Nordirak, die Regierungspartei AKP hingegen von einem möglichen Versehen. Der Gouverneur der Provinz Sirnak im Südosten der Türkei, Vahdettin Özkan, sagte, Ermittlungen seien eingeleitet worden.

Russen protestieren trotz Demo-Verbots

Hunderte Menschen haben am Donnerstag im Zentrum von Moskau für die Freilassung des inhaftierten Oppositionellen Sergej Udalzow demonstriert. Sie riefen „Freiheit für politische Gefangene!“, hielten sich ansonsten aber mit Rufen und dem Zeigen von Spruchbändern weitgehend zurück, wie Augenzeugen berichteten. Nach Angaben der Veranstalter von Udalzows oppositioneller Linksfront gab es keine Genehmigung für die Versammlung auf dem Puschkin-Platz.

Neue Methoden im Kampf gegen Piraten

Im Kampf gegen die Seeräuberei am Horn von Afrika soll die EU-Schutztruppe „Atalanta“ noch härter durchgreifen können. Sie soll künftig Boote und Einrichtungen somalischer Piraten auch am Strand zerstören dürfen. EU-Diplomaten bestätigten am Donnerstag einen entsprechenden Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Der Auswärtige Dienst der EU sei gebeten worden, dies mit der somalischen Übergangsregierung abzustimmen. Diese habe bereits Unterstützung signalisiert.

Karlsruhe kippt Urteil gegen Terrorhelfer

Der Prozess gegen drei Helfer der Terrorgruppe Al Qaida geht in eine neue Runde. Die Männer hatten versucht, Lebensversicherungen in Höhe von mehr als 4,3 Millionen Euro abzuschließen, das Geld nach einem fingierten Unfall zu kassieren und damit das Terrornetzwerk zu unterstützen. Das Bundesverfassungsgericht entschied am Donnerstag in Karlsruhe, dass der Fall erneut aufgerollt werden muss. Der Bundesgerichtshof (BGH) habe es in seinem Urteil versäumt, den Männern nachzuweisen, welchen konkreten Schaden sie den Versicherungen zugefügt hätten, heißt es in der Entscheidung (2 BvR 2500/09 und 2 BvR 1857/10).

Adenauer-Stiftung in Kairo durchsucht

Ägyptens Behörden haben die Büros von 17 Menschenrechtsorganisationen und ausländischen Institutionen in Kairo durchsucht, darunter das der Konrad-Adenauer-Stiftung. Staatsanwälte hätten mit Polizisten nach Hinweisen gesucht, ob die Organisationen ohne Lizenz arbeiteten und ohne Erlaubnis der ägyptischen Behörden aus dem Ausland Geld erhalten hätten, meldete das staatliche Fernsehen.