"Erntedank ist eine christliche Tradition und hat mit dem tatsächlichen Ernteabschluss nur wenig zu tun", erklärte der Sprecher des Landesbauernverbands, Holger Brantsch.

Die Katholische und die Evangelische Kirche begehen dieses Fest stets am ersten Sonntag im Oktober. Die Christen danken damit Gott für die Schöpfung. Sie zeigen auch, dass sie sich ihrer Abhängigkeit von der Natur bewusst sind. Als christliche Feier ist Erntedank seit dem 3. Jahrhundert belegt, der Brauch stammt aber bereits aus vorchristlicher Zeit. Viele Kirchen sind zu diesem Anlass mit Erntekränzen oder Feldfrüchten geschmückt. Zum Ausklang des Tages gibt es vielerorts Umzüge mit bunten Erntedank-Wagen. Die Ernte ist allerdings noch längst nicht überall eingebracht. Mais oder Zuckerrüben beispielsweise holen die Bauern bis vor dem ersten Frost von den Feldern.

Bei der Getreideernte meldeten Brandenburgs Bauern 2014 bereits Rekordwerte. Mit 6,1 Tonnen pro Hektar registrierte das Statistikamt ein Allzeithoch.