Fraktionsvize Volker Wissing legte Rösler den Rücktritt nahe, falls die FDP bei der Landtagswahl in Niedersachsen scheitern sollte. Präsidiumsmitglied Hermann Otto Solms verlangte, den für Mai geplanten Bundesparteitag vorzuziehen: "Der oder die neue Parteivorsitzende kann dann mit frischem Rückenwind in den Wahlkampf ziehen", sagte er dem "Handelsblatt".

Mit Spannung wird das Dreikönigstreffen am Sonntag in Stuttgart erwartet. Dort wollen neben Rösler auch FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle und Entwicklungsminister Dirk Niebel sprechen. Brüderle wird als möglicher Nachfolger Röslers gehandelt, Niebel hatte die Rolle des Parteichefs zuletzt immer wieder infrage gestellt.

Der Fraktionschef stärkte Rösler am Freitag den Rücken. "Er ist unser Kapitän, aber er trägt nicht die alleinige Verantwortung. Ich bin Teil des Teams und unterstütze ihn", sagte Brüderle. Wichtig sei jetzt die "mannschaftliche Geschlossenheit". Außenminister Guido Westerwelle mahnte in der "Welt": "In Wahlkämpfen geht es zuallererst um politische Inhalte und nicht um innerparteiliche Selbstbeschäftigung."