Das Volksabstimmungsgesetz des Landes Brandenburg hält in Paragraf 13 fest, dass die Landesregierung bei Zweifeln an der Verfassungsmäßigkeit eines Volksbegehrens spätestens einen Monat nach dessen Ankündigung das Landesverfassungsgericht anrufen kann. Erst nach Ablauf dieser Frist oder nachdem das Gericht das Volksbegehren für zulässig erklärt hat, kann das Volksbegehren starten. Der Punkt zwei der Volksinitiative gegen die Kreisgebietsreform besagt, dass "Gebietsänderungen oder Einkreisungen nicht gegen den Willen der bestehenden Landkreise und kreisfreien Städte vollzogen werden" sollen. Schröter verwies vor dem Landtag darauf, dass die Landesverfassung in Artikel 98 nur vorschreibe, dass bei der Durchführung von Gebietsänderungen die Betroffenen zu hören seien. Wenn das Volksbegehren eine strengere Regelung fordere, schränke es das verfassungsmäßige Recht des Landtags ein.

Sollte die Regierung tatsächlich das Volksbegehren vor das Verfassungsgericht bringen, würde das in erster Linie eine zeitliche Verzögerung bedeuten. CDU-Vertreter verwiesen darauf, dass erst jüngst der Parlamentarische Beratungsdienst des Landtags die Zulässigkeit des Volksbegehrens festgestellt hatte.