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| 19:42 Uhr

Prämiensparen
Droht das Ende des Prämiensparens?

Mehr als ein Viertel der Sparkassen im Osten haben schon alte Sparverträge gekündigt.
Mehr als ein Viertel der Sparkassen im Osten haben schon alte Sparverträge gekündigt. FOTO: Arne Bänsch / dpa
Cottbus/Bautzen. Sparkassen in Sachsen und Sachsen-Anhalt kündigen teure Sparverträge. Von Beate Möschl

Die Welle der Kündigung von langfristigen Sparverträgen der Sparkassen reißt nicht ab. Jüngstes Beispiel ist die Kreissparkasse Bautzen. Sie hat noch vor Ostern mehreren Tausend Prämiensparern die Verträge gekündigt. Damit haben seit Mai 2017 mindestens zwölf der 45 Sparkassen im Verbandsgebiet des Ostdeutschen Sparkassenverbandes ihre einst eingegangenen Verpflichtungen gegenüber Kunden einseitig gekündigt. Droht das Ende des Prämiensparens?

Die RUNDSCHAU fragte nach: „Die Kündigung dieser Sparverträge ist für uns kein Thema“, sagt Anja Schroschk, Sprecherin der Sparkasse Spree-Neiße mit Sitz in Cottbus. Gleiches gilt in den Geschäftsgebieten der Sparkassen Elbe-Elster und Niederlausitz und bei der Mittelbrandenburgischen Sparkasse (MBS). „Bei uns gibt es keine Kündigungen von Prämiensparverträgen“, so Thomas Hettwer, Vorstandsassistenz/Sparkassenstiftung Sparkasse Elbe-Elster. „Die Sparkasse Niederlausitz ist wirtschaftlich gut aufgestellt. Wir haben keine Veranlassung, bestehende Prämiensparverträge gegenüber unseren Kunden zu kündigen. Wir stehen zu unseren Verträgen“, sagt Lothar Piotrowski, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Niederlausitz mit Sitz in Senftenberg (Oberspreewald-Lausitz). Robert Heiduck, Pressesprecher der Mittelbrandenburgischen Sparkasse (MBS) Potsdam, macht es kurz: „Wir kündigen keine Verträge.“

Auch die Ostsächsische Sparkasse Dresden signalisiert Vertragstreue. Das ergaben Recherchen der Verbraucherzentrale Sachsen. Hier hatte im Mai 2017 die Sparkasse Leipzig als erste in Sachsen Prämiensparverträge gekündigt; mit Verweis auf die lange anhaltende Niedrigzinspolitik.