Eltern oder Lehrer stehen diesem Problem oft hilflos gegenüber: In ihrer eigenen Jugend waren sie mit derartigen Gefahren nicht konfrontiert. Wie also können sie erkennen, ob ihre Kinder ernsthaft in Gefahr sind? Die Gesundheitsämter in Sachsen und Brandenburg geben dazu hilfreiche Tipps:
Aufklärung und Vorbeugung sollten schon im Kindesalter groß geschrieben werden. Schulkinder, die schon in der Grundschule einsam, unsicher und ohne eigene Interessen sind, brauchen Hilfe, um ein gesundes Selbstbewusstsein zu entwickeln und später dem Gruppendruck standzuhalten.
Das Vorbild der Eltern zählt: Wer regelmäßig raucht, trinkt oder Medikamente schluckt, kann seinen Kindern nicht glaubhaft vom Drogenkonsum abraten.
Warnsignale können sein: Die Schulleistungen sinken auf allen Gebieten plötzlich ab, der Freundeskreis wird aufgegeben oder wechselt ständig, Kinder und Jugendliche ziehen sich in eine totale Isolation zurück, reagieren teilnahmslos, es kommt zu Schul- oder Ausbildungsabbruch mit völliger Resignation und zielloser „Gammelei“ .
Außerdem sollten die Eltern abklären lassen, ob beim Jugendlichen nicht ein Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom vorliegt. Bei solchen Jugendlichen gelingt es beim Ersatz der Drogen durch Methylphenidat in sehr vielen Fällen, eine Abkehr von der Droge zu erreichen.
Haben Eltern einen Verdacht, sollten sie ihr Kind offen und ohne Vorwürfe ansprechen und Kontakt zu einer psycho-sozialen Beratungsstelle suchen.
Hilfe bieten folgende Stellen (Auswahl): Sucht- und Drogenberatung, Parkstraße 7, Forst (Lausitz) . Tel.: 03562 / 69 35 56. Auf Wunsch anonyme Beratung.
Weißkeißel , Haus Jona, Pappelweg 1. Tel. 03576 / 21 86 07, E-Mail: verein@fish-lausitz.de. Internet: www.fish-lausitz.de, bietet Wohngemeinschaften zwischen Entgiftung und Therapiebeginn.
Calau , J.-Gottschalk-Str. 36, Tel.: 03541 / 87 04 351, jeden 2. und 4. Dienstag im Monat von 9 bis 12 Uhr und 13 bis 14 Uhr. Jeden 3. Dienstag im Monat von 9 bis 12 Uhr und 13 bis 15 Uhr.
Großräschen, Barziger Straße 8, Tel.: 035753 / 13101. Jeden 1. und 3. Mittwoch im Monat von 13 bis 17 Uhr .
Lauchhammer, Gartenstraße 1, Tel.: 03574 / 2195. Jeden 2. Montag im Monat von 9 bis 12 Uhr und jeden 4. Montag 12 bis 15 Uhr.
Lübbenau , Haus der Begegnung, Thomas-Münzer-Straße 11. Tel.: 03542 / 83083. Jeden 1. und 3. Donnerstag im Monat von 9 bis 12 Uhr und 13 bis 15 Uhr.
Ruhland, Volkssolidarität, Bahnhofsstraße. Tel.: 035473 / 6050. Jeden 3. Donnerstag im Monat von 12.00 bis 14.00 Uhr.
Schwarzheide, Anne-Frank-Straße (ehemalige Kita). Tel.: 035752 / 85330. Jeden 1. und Donnerstag im Monat von 12.00 bis 14.00 Uhr.
Bad Liebenwerda, Kontakt - und Beratungsstelle „Ausweg“ , Südring 20. Tel.: 035341 / 10475.
Calau, Gesundheitsamt, Alkohol- und Drogenberatung, Jahnstraße 12. Tel.: 03541 / 82-0.
Cottbus, Caritasverband der Diözese Görlitz, Drogenberatungsstelle Straße der Jugend 23. Tel.: 0355 / 23105.
Finsterwalde, Kontakt- und Beratungsstelle, Tuchmacherstraße 24. Tel.: 03531 / 704865.
Guben, Deutsches Rotes Kreuz, Platanenstraße 4. Tel.: 03561 / 551922.
Herzberg/Elster, Gesundheitsamt, Grochwitzer Straße 20. Tel.: 03535 / 46-10.
Luckau, Arbeiter-Samariter-Bund, Lübbenauer Straße 37. Tel.: 03544 / 5022-0
Lübben, Gesundheitsamt, Paul-Gerhardt-Straße 2-4. Tel.: 03546 / 20-2145.
Senftenberg, Gesundheitsamt, Joachim-Gottschalk-Straße 22. Tel: 03537 / 7069-55.
Spremberg, Sozialpsychiatrischer Dienst, Schloßbezirk 3. Tel.: 03563 / 57-0.
Hoyerswerda, Suchtberatungs-u. -behandlungsstelle, Schulstraße 5. Telefon: 03571 / 428504. (Eig. Ber./hil)