Die Retter müssen sich abseilen und selbst Seilbahnen bauen können oder auch Schlauchbootfähren und andere Hilfsmittel unter extremen Bedingungen bedienen können. „Das ist dann nicht mehr der typische Rettungsschwimmer in der Badehose, sondern ein speziell ausgebildeter und ausgestatteter Helfer.“ Schutzkleidung wie Neoprenanzüge und Helm gehören dazu.

1277 ehrenamtliche Rettungsschwimmer der DRK-Wasserwacht waren in der zu Ende gehenden Saison bei rund 1880 Einsätzen gefragt. 96 Prozent der Einsätze wurden am Land geleistet – von Erster Hilfe bis hin zur Suche nach Vermissten. Zu Buche stehen damit etwa 62 280 Stunden ehrenamtlicher Arbeit, etwas weniger als im vergangenen Jahr. „Das war schlichtweg dem schlechten Wetter geschuldet“, sagte Birkner.

Nach Angaben von Birkner sind in der vergangenen Saison 15 Menschen in Sachsen ertrunken, sechs weniger als 2010. Drei der Unfälle ereigneten sich in bewachten Bereichen. Die Verunglückten hätten sich beim Baden nicht an die Regeln gehalten – seien etwa mit vollem Magen ins Wasser gegangen oder ins Wasser gefallen und ertrunken wie jüngst eine Siebenjährige in Görlitz.