In Sachsen wurden 2017 so viele Zwillinge geboren wie nie seit 1990. Im Vergleich zu 2016 stieg die Zahl der Zwillingsgeburten im vergangenen Jahr um 18 auf 622, wie das statistische Landesamt am Montag in Kamenz mitteilte. Bei 376 dieser Geburten hatten demnach beide Zwillingskinder das gleiche Geschlecht. 193 waren Jungs-, 183 Mädchenpaare. Der bisherige Höchststand datierte den Angaben zufolge mit 617 Zwillingsgeburten aus dem Jahr 2015.

Die Zahl der Drillingsgeburten ging im Vergleichszeitraum um mehr als die Hälfte auf drei zurück. Dafür seien in Sachsen erstmals seit 2012 wieder einmal Vierlinge geboren worden, hieß es weiter. Die Gesamtzahl der Mehrlingsgeburten lag damit laut Landesamt bei 626 (plus 2,3 Prozent), die der Mehrlingskinder entsprechend bei 1257. Regional am höchsten war ihr Anteil demnach in Chemnitz und Leipzig, am niedrigsten in den Landkreisen Mittelsachsen und Bautzen.

Insgesamt kamen im vergangenen Jahr in Sachsen demnach 36 980 Kinder zur Welt. Damit sei etwa jedes 29. Neugeborene ein Mehrlingskind gewesen. Die Mütter bei Mehrlingsgeburten waren demnach im Durchschnitt 32,3 Jahre alt und damit durchschnittlich 1,4 Jahre älter als Mütter, die nur ein Kind zur Welt brachten.

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