Die Woba werde in Spekulationseigentum umgewandelt, sagte der Dresdner DGB-Chef Ralf Hron. Wohnkultur werde so zum Spekulationsobjekt.
Der Deutsche Gewerkschaftsbund verwies darauf, dass knapp 45 000 Unterschriften gegen einen Komplettverkauf vorliegen. Sie sollen Oberbürgermeister Ingolf Roßberg (FDP) eine halbe Stunde vor Beginn der Stadtratssitzung überreicht werden, teilte die zuständige Bürgerinitiative mit. Ob das die Haltung der Stadträte noch ändert, scheint fraglich.
Nach den Vorstellungen der Verwaltung soll die Woba mit rund 48 000 Wohnungen an die Investorengruppe Fortress Deutschland GmbH veräußert werden (die RUNDSCHAU berichtete). Mit dem Verkauf könnte die Verschuldung der Stadt in Höhe von insgesamt rund 900 Millionen Euro abgelöst werden. "Der Schuldendienst ist nach den Personal- und Sozialausgaben die dritthöchste Ausgabenposition im Haushalt", argumentierte Roßberg. (dpa/mb)