Derzeit wird für die Gedenkstätte an der Bautzner Straße vor allem das ehemalige Untersuchungshafthaus auf mehreren Etagen genutzt. Mit der Erweiterung kommt ein weiteres Gebäude mit einem denkmalgeschützten Kino- und Versammlungssaal des früheren DDR-Geheimdienstes hinzu. Die Gedenkstätte, die sich auch zur Begegnungs- und Bildungsstätte wandeln will, führte in Dresden bislang eher ein Schattendasein. Wagner sprach von einer Verdoppelung der Fläche nach dem Umbau. Er hoffe, dass die Einrichtung künftig über Landeshauptstadt hinaus strahle. „Wir wollen nicht nur die Opfer-, sondern auch die Täterseite beleuchten“.

Unter anderem soll in dem neuen Haus das weitgehend original eingerichtete Büro des letzten Dresdner Stasi-Chefs, Horst Böhm, zu sehen sein. Der ehemalige Geheimdienstkomplex liegt am Elbhang in bester Dresdner Lage. Demonstranten besetzten die Zentrale am 5. Dezember 1989. An den 22. Jahrestag der Ereignisse erinnerte am Montag ein Tag der offenen Tür.