Nach einer Bilanz der Polizei von gestern waren mehr als 1000 Demonstranten gegen die Neonazis auf die Straße gegangen, unter ihnen Dresdens Oberbürgermeister Ingolf Roßberg (FDP).
Die vom Zwingerteich aus durch Dresden ziehenden Neonazis wurden von der Polizei begleitet und zum Teil kontrolliert. Etwa 950 Beamte waren im Einsatz. Die Junge Lands-
mannschaft Ostpreußen versucht seit mehreren Jahren, mit Veranstaltungen die Erinnerung an die Bombenangriffe auf Dresden am 13. Februar 1945 zur Propagierung ihres Gedankenguts zu nutzen. Dabei war es immer wieder zu Auseinandersetzungen mit Gegendemonstranten gekommen.
Begleitet von Protesten waren Anhänger dieser Organisation auch während der diesjährigen Gedenkveranstaltungen am vergangenen Freitag wieder aufmarschiert. Dabei kam es zu drei vorläufigen Festnahmen, unter anderem wegen der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, Körperverletzung und Verstoßes gegen das Waffengesetz. (dpa/gb)