Wird der Luftreinhalteplan durch das Regierungspräsidium genehmigt, dürfen in dem Gebiet von Januar 2008 an nur noch Fahrzeuge mit grünen und gelben Plaketten fahren. Für die Altstadt mit Zwinger und Semperoper seien keine Beschränkungen geplant, hieß es.
Mit der gestern in Kraft getretenen bundesweiten Plakettenverordnung sollen emissionsarme Kraftfahrzeuge gekennzeichnet werden, damit bei zu hohen Feinstaubbelastungen Fahrverbote umgesetzt werden können.
Neben Dresden beabsichtigt auch Leipzig eine derartige Umweltzone. Allerdings ist damit laut Stadtverwaltung nicht mehr in diesem Jahr zu rechen. Zunächst müsse das Gebiet noch abgesteckt und mit den Betroffenen abgestimmt werden. Chemnitz zögert mit der Einrichtung einer solchen Zone. Zwar gebe es an einer stark befahrenen Bundesstraße eine Mess-Stelle, bei der die Grenzwerte überschritten werden. An zwei anderen Stellen im Stadtgebiet aber, wo die Einrichtung einer solchen Umweltzone wegen der Wohnbebauung sinnvoll wäre, würden die Grenzwerte eingehalten, hieß es zur Begründung. Für Plauen im Vogtland, das wegen Grenzwertüberschreitungen ebenfalls einen Luftreinhalteplan vorlegen muss, gibt es noch keine Pläne für eine Umweltzone.
Sachsen drängt laut Umweltministerium auf eine Änderung der Verordnung. Autos mit Katalysator erhielten keine Plakette, weil sie aus formellen Gründen nicht unter die Euro-1-Norm fielen. Sie dürften damit Umweltzonen nicht befahren. Diese Fahrzeuge seien hinsichtlich der Umweltbelastung aber nicht schlechter. Schätzungen des Ministeriums zufolge sind rund 120 000 Autos betroffen. (dpa/cd)