Die letzte von drei Tranchen zur Entschuldung ist gezahlt worden.
Wegen günstiger Zinsentwicklung habe der Aufwand für die Höhe der Vorfälligkeitsentschädigungen von 38 Millionen Euro auf 26 Millionen Euro reduziert werden können. Unter dem Strich habe Dresden künftig eine jährliche Einsparung von rund 60 Millionen Euro, hieß es.
Ein Restbetrag von 35 Millionen Euro an Verbindlichkeiten bleibe aus wirtschaftlichen Gründen bis 2007 bestehen, da drei Förderkredite erst nach Auslaufen der Zinssubvention zurückgezahlt werden könnten. Für den Schuldendienst sei eine entsprechende Rücklage gebildet worden. Die Überschüsse aus dem Verkauf der Wohnungen will die Stadt nutzen, künftig ohne neue Kreditaufnahmen auszukommen.
Die Verwaltung hat dem Stadtrat in der Vorwoche erstmals einen defizitären Haushaltsplan vorlegen. Dabei gebe es mit dem Sanierungsstau in Schulen, Kindertagesstätten, Kultureinrichtungen und Infrastruktur sowie dem von 2009 an einsetzenden Rückgang von Solidarpaktmitteln und Ostförderung große Herausforderungen.
Die Landeshauptstadt hatte im Frühjahr als erste deutsche Kommune ihren Wohnungsbestand veräußert. Mit dem Verkauf der städtischen Wohnungsbaugesellschaft Woba an die US-Investorengruppe Fortress wurden netto 982 Millionen Euro erlöst. Fortress hatte zudem die Übernahme aller Schulden der Woba angeboten, sich mit dem Erwerb zum Bestandsschutz für 41 000 Wohnungen sowie zu einer Sozialcharta verpflichtet.
Diese beinhaltet lebenslanges Wohnrecht für Mieter über 60 Jahre und Behinderte sowie eine Kappungsgrenze für die Mietpreisentwicklung. Das Geschäft war unter anderem von einer Bürgeriniative und dem Deutschen Mieterbund kritisiert worden. (dpa/ta)