Eine Kindergärtnerin hatte die Kleine am Donnerstag leblos im Wasser treibend gefunden. Die Frau war daraufhin in den See gesprungen, hatte das Kind ans Ufer geholt und sofort mit der Wiederbelebung begonnen. Das Mädchen war dann von Rettungskräften mit einem Hubschrauber in eine Spezialklinik geflogen worden.

Die 59 Jahre alte Kindergärtnerin und ein dreijähriger Junge, der mit dem Mädchen am Stausee gespielt hatte, erlitten einen Schock und mussten auch im Krankenhaus behandelt werden.

Dass zwei Kinder fehlten war aufgefallen, als die Betreuer beim Aufbruch der Gruppe durchzählten. Ein Radfahrer gab ihnen den Hinweis, dass er in der Nähe zwei spielende Kinder auf einer Treppe am Wasser gesehen hatte. Die Polizei sucht seitdem nach dem hilfreichen Radler, der die Gruppe auf die Kinder hingewiesen hatte. Bis Freitagabend hatte er sich nicht gemeldet.

Eine Erzieherin fand die Kinder schließlich. Der Junge saß am Ufer. Das Mädchen lag regungslos im Wasser.

Es ist bereits das zweite Kind innerhalb weniger Wochen im Landkreis Bautzen, das auf diese Weise verunglückte. Erst Anfang März war in Bröthen bei Hoyerswerda ein drei Jahre alter Junge seiner Mutter entwischt und in den Ziegelteich gerutscht. Auch er musste reanimiert und in ein Spezialkrankenhaus geflogen werden.