In der thüringischen Grube Unterbreizbach hat sich am gestrigen Dienstag ein Grubenunglück ereignet. Dabei wurden zunächst sieben Bergleute vermisst, vier von ihnen konnten schnell gerettet werden. Am Abend erklärte dann die Firma K+S, dass die drei anderen vermissten Männer tot sind. Sie waren nach der Gasexplosion in dem Kali-Bergwerk in etwa 700 Meter Tiefe eingeschlossen worden. Die vier geretteten Kumpel entkamen dem Unglück nahezu unverletzt.

Die Mine in dem kleinen Ort Unterbreizbach gehört dem Kali- und Steinsalzproduzenten K+S (Kassel). Die Explosion hatte sich nach Unternehmensangaben am Mittag beim Abbau von Kali-Salzen ereignet. Die Detonation habe eine gewaltige Staubwolke durch den Schacht an die Oberfläche befördert. Bei den Arbeiten wurde laut Unternehmen am Mittag Kohlendioxid freigesetzt und sorgte für eine starke Druckwelle, die durch den Schacht an die Oberfläche gedrungen sei. Die Explosion selbst sei in etwa 900 Metern Tiefe erfolgt.

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