Eine schwere Gasexplosion in einer Thüringer Kaligrube hat drei Bergleute in 700 Metern Tiefe das Leben gekostet. Die Kumpel im Alter von 24, 50 und 56 Jahren seien wahrscheinlich erstickt, sagte ein Werkssprecher nach dem Unglück. Bei einer Sprengung war Kohlendioxid explosionsartig in großer Menge freigesetzt worden und hatte eine mächtige Druckwelle ausgelöst. Vier Bergleute konnten gerettet werden.

Zwei der Überlebenden hatten sich in einen Schutzraum geflüchtet, die beiden anderen konnten noch zu einem Ausgang aus der Grube in Unterbreizbach gelangen, sagte Thüringens Umweltminister Jürgen Reinholz (CDU). Nach seinen Angaben handelte es sich bei den sieben Bergleuten um ein Vorauskommando nach der Sprengung, wie es in der Grube gängige Praxis sei. Die Sprengung war eine Sohle tiefer in 900 Metern unter der Erde erfolgt. Die Grubenfeuerwehr sei mit schwerer Atemschutztechnik in die Tiefe gegangen und habe bei der Rettung der Männer auf dem Weg zu dem Schutzraum die Toten gefunden. dpa/bl Panorama Seite 24