Drei Menschen sind bei einem schweren Verkehrsunfall am Samstag auf der Autobahn A 12 im Osten Brandenburgs ums Leben gekommen. Ein Lastwagen war nach ersten Erkenntnissen nachts gegen 3.30 Uhr kurz vor Frankfurt (Oder)-Mitte ungebremst auf einen stehenden Kleintransporter aufgefahren, wie die Polizei mitteilte.

Die Autobahn sei zum Unfallzeitpunkt nicht vereist gewesen, sagte ein Sprecher. Von den sechs Männern im Transporter starben drei im Alter von 37, 38 und 51 Jahren noch an der Unfallstelle. Zwei Männer im Alter von 33 und 46 Jahren wurden mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Ein 33-Jähriger wurde leicht verletzt. Der 48 Jahre alte Fahrer des Sattelzuges blieb unverletzt. Der Kleintransporter stand mit eingeschalteter Warnblinkanlage auf dem Seitenstreifen Richtung Polen.

Durch den Aufprall des 40 Tonnen schweren Lasters kamen beide Fahrzeuge nach rechts von der Fahrbahn ab. Der Transporter wurde zwischen Sattelzug und Böschung eingeklemmt. Während der Rettungs- und Bergungsarbeiten wurde der Verkehr an der Unfallstelle auf der linken Spur vorbeigeleitet. Technische Gutachter begannen mit den Ermittlungen zur genauen Unfallursache. Bei Tauwetter und örtlichem Regen kam es auf teils glatten Straßen im Land zu etlichen Verkehrsunfällen.

Bis 15.00 Uhr registrierte die Polizei 63 Unfälle, davon waren 16 auf die Witterung zurückzuführen. Meist gingen sie mit Blechschäden glimpflich ab. Das befürchtete Blitzeis blieb weitgehend aus, wie das Polizeipräsidium in Potsdam mitteilte. Der Deutsche Wetterdienst berichtete angesichts zunehmend milder Temperaturen von einer allmählichen Entspannung der Glättesituation vom Landeswesten nach Nordosten. Im Tagesverlauf wurden Unwetterwarnungen für mehrere Landkreise wieder aufgehoben. In der Nacht zum Sonntag sollte sich örtlich wieder Glätte durch überfrierende Nässe bilden.