Wie aus dem AOKGesundheitsbericht für das Jahr 2012 weiter hervorgeht, leiden viele Arbeitnehmer auch an psychischen Erkrankungen. In Potsdam und Frankfurt sei die Zahl der Männer und Frauen, die wegen psychischer Beschwerden nicht zur Arbeit gehen könnten, überdurchschnittlich hoch, hieß es in dem am Donnerstag vorgestellten Report.

Liegt der Krankenstand bei Arbeitnehmern bis zum 39. Lebensjahr bei rund 5 Prozent, steigt er bei den über 60-Jährigen auf 7,9 Prozent. Jüngere Arbeitnehmer würden häufig von Magenschmerzen und heftigen Verdauungsproblemen geplagt, ältere hätten dagegen oft mit Knochen- und Muskelschmerzen zu kämpfen. Auch der Kreislauf streike mit zunehmenden Alter immer häufiger, hieß es. Die Folge: Fehlzeiten im Job.

Frauen sind in der Mark häufiger krankgeschrieben als Männer, wie die AOK berichtete. Bei beiden Geschlechtern ist der Krankenstand im Vergleich zu 2011 leicht gestiegen. Frauen litten oft an Atemwegsbeschwerden, hinzu kämen aber auch Genitalerkrankungen und Verhaltensstörungen. Quälende Muskel-Skelett-Schmerzen sind hingegen bei den männlichen AOK-Versicherten die häufigste Ursache für eine Krankschreibung.

Insgesamt entfielen im Jahr 2012 auf die bei der AOK Nordost versicherten Arbeitnehmer in Brandenburg mehr als 3 Millionen Krankheitstage. Zum Vergleich: In Berlin waren es 2,9 Millionen Krankheitstage.