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| 02:42 Uhr

Drama-Wochenende auf den Straßen

Sechs Schwerverletzte gab es bei diesem Unfall in Ruhland am Sonntagmittag.
Sechs Schwerverletzte gab es bei diesem Unfall in Ruhland am Sonntagmittag. FOTO: Mirko Sattler/sam1
Heinersbrück/Ruhland. Zwei Unfälle mit insgesamt zwölf zum Teil schwer Verletzten ereigneten sich am Wochenende auf Lausitzer Straßen. Am Samstagabend krachte es auf der Bundesstraße 97 bei Heinersbrück (Spree-Neiße). Am Sonntag stießen in Ruhland (Oberspreewald-Lausitz) zwei Autos zusammen. dst

Nahe Heinersbrück war am Sonnabend gegen 17.35 Uhr kurz vor einem Bahnübergang ein 24-jähriger Autofahrer aus Eisenhüttenstadt mit seinem Wagen nach links von seiner Fahrbahn abgekommen und im Gegenverkehr mit einem anderen Fahrzeug zusammengestoßen. Warum das passierte, war zunächst unklar. Laut Polizei kamen die beiden Autos durch die Wucht des Zusammenpralls erst nach mehreren Metern zum Stehen. Bei dem Unfall wurden sechs Menschen schwer und einer leicht verletzt. Die Rettungskräfte mussten die Menschen mit schwerer Technik aus den Autowracks herausschneiden. Zwei Rettungshubschrauber flogen die Verletzten in umliegende Krankenhäuser. Die B 97 war am Unfallort für mehrere Stunden voll gesperrt.

Am gestrigen Sonntag ereignete sich ein weiterer schwerer Unfall. Auf der B 169 in Ruhland stießen in der Mittagszeit auf einer Kreuzung zwei Autos zusammen. Einer der Fahrer soll das Rotsignal der Ampel missachtet haben und war mit seinem Pkw seitlich in den anderen Wagen gekracht. Dieser wurde an einen Ampelmast geschleudert. Bei dem Unfall wurden sechs Personen schwer verletzt. Die Fahrzeuginsassen wurden in die Krankenhäuser von Senftenberg und Lauchhammer gebracht.

Insgesamt gab es im vergangenen Jahr einen Anstieg bei den Unfallzahlen in Brandenburg. Etwa 81 000 Mal krachte es auf den Straßen - plus 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Einen traurigen Spitzenplatz belegt Brandenburg bei den Verkehrstoten. Insgesamt starben 170 Menschen auf märkischen Straßen, so viel wie in keinem anderen Bundesland im Vergleich zur Einwohnerzahl. Im Langzeitvergleich ist diese Zahl aber rückläufig. So starben noch 1992 876 Menschen auf Brandenburger Straßen. Gesunken ist die Zahl der Unfälle mit Verletzten - auf rund 10 200 im Jahr 2013.

Auch in Sachsen sinkt die Zahl der schweren Unfälle. 2013 registrierte die Polizei 16 380 Unfälle mit Personenschäden. Dabei gab es 192 Tote. Im Jahr zuvor waren es noch 211 Menschen.