Zum Beispiel auf dem Flur der Brandenburger CDU-Fraktion: Dort wird am Dienstagabend eine Ausstellung mit Farbbildern brandenburgischer Dorfkirchen eröffnet, die der Lausitzer Fotograf Klemens Renner in einem prachtvoll ausgestatteten, sehenswerten Bildband mit dem Titel "Gloria - Kirchen in Brandenburg" dokumentiert hat. Die Gebäude seien Orte, die Beständigkeit und Zusammenhalt versprächen, "ein Stück Heimat, das verbindet", schreibt CDU-Fraktionschef Ingo Senftleben in seinem Vorwort. Und immerhin soll das Buch demnächst auch in der Bibliothek des Vatikans zu finden sein.

Weniger eingestellt auf den Kirchentag dagegen scheint die Staatskanzlei gewesen zu sein. Erst nach langem Hin und Her glückte es, dass Ministerpräsident Dietmar Woidke doch noch im offiziellen Programm des Kirchentags auftaucht - bei der Podienreihe "Deutschland und Polen" spricht er ein Grußwort - was gut, wichtig und richtig ist. Ansonsten hat sich der Ministerpräsident eine Reihe von Kirchenterminen am Rande des Christentreffens selbst organisiert: So führt er, wie zu Studentenzeiten, die Ministerpräsidenten Bodo Ramelow (Linke) und Rainer Haseloff (CDU), durch die Andreaskirche in Eisleben. Und in der Landesvertretung lädt er zu einer Buchlesung ein. Altbischof Wolfgang Huber und seine Gattin Kara lesen Texte über Dorfkirchen und ihre Hüter. Denn - da hat Ingo Senftleben recht - Dorfkirchen verbinden eben.