Nach intensiver Ermittlungsarbeit habe nun auch die Identität der Opfer geklärt werden können. Die Frau und der Mann stammten wie auch der Tatverdächtige aus Tunesien und lebten schon mehrere Jahre in Leipzig.

Die Ermittlungen zum Motiv dauern den Angaben zufolge an. Weitere Einzelheiten - etwa zum Hergang der Tat - wollten die Behörden aus ermittlungstaktischen Gründen nicht nennen.

Auch über die Opfer wollten sie zunächst keine weiteren Auskünfte erteilen. Es sei noch nicht gelungen, deren Angehörige im Ausland von dem Verbrechen in Kenntnis zu setzen, hieß es. Ein Schwimmer hatte am vergangenen Donnerstag Teile einer Frau entdeckt, die in Plastiktüten verpackt waren. Während der Suche nach fehlenden Körperteilen am und um den sogenannten Bagger wurden dann Teile einer männlichen Leiche gefunden.

Seitdem wurden immer wieder Taucher in den See geschickt, um weitere Leichenteile zu finden. Erst vor gut drei Monaten war in einem anderen Leipziger Gewässer eine Leiche entdeckt worden. Es handelte sich um den zerstückelten Körper einer 43 Jahre alten Portugiesin, die in der Messestadt lebte. Einen Zusammenhang mit diesem Mord besteht nach aktuellem Ermittlungsstand nicht, wie Polizei und Staatsanwaltschaft weiter mitteilten.