Dreikretscham. Die Domowina, der Dachverband der Sorben und Wenden, hat auf ihrer Hauptversammlung die Ziele für die nächsten zehn Jahre abgesteckt. Das von ihr beschlossene Programm steht unter dem Motto "Verbundenheit, Offenheit, Verantwortung", wie Domowina-Sprecherin Bärbel Felber mitteilte. Laut Programm bleibt es die wichtigste Aufgabe des Bundes Lausitzer Sorben, zur Erhaltung und Entwicklung des Sorbischen beizutragen. Zu den Schwerpunkten zählt die Domowina den Erhalt und die Förderung der Sprache. Wichtigstes Anliegen ist demnach der Schutz und die Anwendung der ober- und niedersorbischen Sprache sowie die Belebung lokaler Dialekte. Deshalb solle die sorbisch-sprachige Erziehung in den Kindergärten immer gezielter gefördert werden. Die Delegierten forderten zügige Verhandlungen zur finanziellen Ausstattung der Stiftung für das sorbische Volk.

Die Sorben haben slawische Wurzeln und siedeln seit etwa 1500 Jahren im Osten. Ihre Zahl wird auf 40 000 in Sachsen und 20 000 in Brandenburg geschätzt. Sie pflegen eine eigene Sprache Bräuche, die es 2014 ins Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes in Deutschland geschafft haben.