Das Papier fordert „eine vollständige Einstellung der Feindseligkeiten“, genauer „aller Angriffe der Hisbollah“ und „aller militärischen Offensivoperationen Israels“. Ein konkreter Zeitpunkt für die Einstellung der Kämpfe wird in dem Resolutionsentwurf nicht genannt, die Forderung nach „sofortiger Einstellung“ hatten die USA verhindert.

Der Entwurf verlangt die „strikte Achtung der Souveränität und territorialen Integrität Israels und des Libanons“, die „Entwaffnung aller bewaffneten Gruppen im Libanon“ entsprechend der Resolution 1559 vom September 2004 sowie ein Waffenembargo und die Entsendung einer internationalen Truppe unter UN-Mandat. Es dürfe gemäß Resolution 1559 auch „keine andere Autorität“ im Libanon mehr geben, als die des Staates selbst. Libanesische Soldaten und UN-Einheiten sollten eine Pufferzone südlich des Litani-Flusses kontrollieren.

Der Libanon fordert dagegen einen unverzüglichen Waffenstillstand und - wie die radikal-islamische Hisbollah - einen sofortigen vollständigen Abzug der israelischen Truppen aus dem Südlibanon. Die libanesische Regierung will nach einem israelischen Rückzug 15 000 Soldaten im Süden des Landes stationieren.

Israels Regierungschef Ehud Olmert nannte den libanesischen Plan einen „interessanten Schritt“, entscheidend sei aber die „Entfernung der Hisbollah“. Israel hat bislang betont, den Südlibanon erst nach Ankunft einer internationalen Truppe mit robustem Mandat - also mit der Befugnis zur Gewaltanwendung - verlassen zu wollen und eine Demilitarisierung des Südlibanon gefordert.