Die Grünen-Vorsitzende Claudia Roth legte der CDU-Politikerin den Rücktritt nahe, sollte sich der Verdacht bestätigen, dass sie bei ihrer Doktorarbeit getäuscht hat.

Am Wochenende war ein Gutachten bekannt geworden, in dem der Vorsitzende des zuständigen Promotionsausschusses der Universität Düsseldorf laut Medienberichten eine Täuschungsabsicht bei der 32 Jahre alten Doktorarbeit der CDU-Ministerin feststellt. Schavan selbst wies den Täuschungsvorwurf in Interviews zurück und besteht auf eine Anhörung.

Der Doktorvater sagte, er habe Schavan als "ehrlichen Menschen" kennengelernt. "Wie kann man eine Arbeit über das Gewissen schreiben und dabei täuschen", fragte der 88-Jährige. Das Gutachten kenne er nicht, die Universität Düsseldorf habe bisher nicht mit ihm gesprochen.

Mehrere führende Forscher kritisierten das Gutachten und den Verlauf des Plagiatsverfahrens.