Wie die Sprecherin des Landwirtschaftsministeriums, Annette Schütz, gestern in Magdeburg mitteilte, haben eigene Untersuchungen in Sachsen-Anhalt ergeben, dass entgegen den Thüringer Angaben doch eine hohe Dioxinbelastung bestand.
Im Land seien drei Betriebe beliefert worden, Thüringen habe nach den zwei zunächst bekannten einen weiteren nachgemeldet. Das betreffende Futter sei entweder bereits verfüttert oder werde vernichtet.
Die Tierbestände seien bereits seit dem Aufkommen des Verdachts über dioxinbelastetes Futter gesperrt, so dass dieses Fleisch jetzt nicht auf den Markt kommen könne, sagte die Sprecherin des Gesundheitsministeriums, Christiane Baumann. Dies bleibe auch zunächst so, bis das Fleisch untersucht worden sei. Bei dem Milchviehbetrieb werde auch die Milch zurückgehalten. In allen Betrieben hätten die zuständigen Veterinärbehörden mit Untersuchungen der Tiere und deren Erzeugnissen begonnen.
Nach der Feststellung stark erhöhter Dioxinwerte bei einem Thüringer Futtermittelhersteller waren vor einer Woche in Sachsen-Anhalt ein Schweinemast- und ein Schweinezuchtbetrieb gesperrt worden. Ferner wurde ein Verfütterungsverbot für die Produkte aus dem Thüringischen erlassen.
Nach Angaben des Thüringer Landwirtschaftsministeriums lagen die Dioxinwerte in dem Futter, das beim Hersteller untersucht wurde, um mehr als das Zehnfache über empfohlenen Grenzwerten. Am Montag war dann auf der Grundlage von Analysen im Land Thüringen einer der beiden Betriebe wieder freigegeben worden. (dpa/ta)