Die Experten gehen davon aus, dass die Betriebe bis vor kurzemmit verseuchten Futtermitteln beliefert wurden. EinGeflügelzüchter aus dem Elbe-Elster-Kreis betonte gesterngegenüber der RUNDSCHAU, dass das betreffende Futter ausThüringen bereits Mitte Dezember geliefert und danach verfüttertworden sei.
Derzeit werden Proben von beiden Betrieben ausgewertet. Daszuständige Amt für Veterinär- und Lebensmittelüberwachung siehtbisher keine Notwendigkeit für einen Warnhinweis. Eventuellbelastete Eier seien bis Mitte Januar verkauft worden.
Die Ergebnisse der Proben aus der Schweinemast-Anlage imSpree-Neiße-Kreis sollen Ende der Woche vorliegen. Hier sind 2650Läufer etwa zwei Wochen lang mit dem Futter aus Thüringengefüttert worden. Amtstierarzt Dr. Dietmar Vogt betonte jedoch,dass es sich um junge Schweine handele, von denen kein Fleischzur Schlachtung und in den Verkauf gelangt sei.
Nach bisheriger Erkenntnis soll das Futterwerk einen defektenTrocknungsofen betrieben haben. Dadurch sei Dioxin, das als Krebserregend gilt, in den Produktionskreislauf gelangt. (Eig. Ber./ta/dpa)