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| 12:11 Uhr

DreamHack
Winterspiele der Gaming-Szene

56 Stunden Spielemarathon, eSports-Profis zum Anfassen und Expo: Die Leipziger Messe wurde zum Gaming-Mekka. 15 100 Gamer aus 14 Nationen besuchten das Gaming-Festival. Patrick Schölzel, sm

Eine ausgelassene Festivalstimmung, packende eSports-Wettkämpfe und eine ausverkaufte LAN-Party: Die zweite Auflage der DreamHack Leipzig ist rundum gelungen. Drei Tage lang verwandelte sich die Leipziger Messe zur Festivalhochburg für Gamer aus ganz Europa. Insgesamt erlebten 15.100 begeisterte Besucher aus 14 Nationen, darunter 1.500 LAN-Teilnehmer spannende eSports-Wettkämpfe, feierten spektakuläre Events und testeten Neuheiten an den Ständen der DreamExpo.

Die Sitzplätze auf den Tribünen waren während der Turniere der Profi-Spieler bis auf den letzten Platz gefüllt. Konzentrierte Stille und frenetischer Jubel sorgten für den mitreißenden Wechsel von Spannung und Euphorie. Zugleich machten die mehr als 1.500 Gamer Deutschlands größte LAN in den vergangenen drei Tagen zu einem Ort, der niemals schlief.

Der Ausstellungsbereich DreamExpo mit dem integrierten DreamStore präsentierte die neueste Hardware, Gaming-Equipment, Games sowie Merchandising und war bis in die späten Abendstunden ein lebendiger Tummelplatz für Spieler, Streamer, YouTuber und Cosplayer.

Unter den Besucher auch einige Cottbuser Gaming-Fans vom Cottbus eSports e.V. Darunter Florian Rudolph, aufgewachsen in Cottbus und studiert Medienbildung in Magdeburg. Er verriet uns dass die Anreise und das Betreten der Messe sehr unkompliziert und Besucherfreundlich war. "Mein persönliches Highlight war natürlich das Spiel gegen einen FIFA eSport-Profi vom Team Leisure, das ich mit 2:0 für mich entscheiden konnte. Ansonsten hat man viele YouTuber wie Lara Loft, HandofBlood oder Ranzratte getroffen und konnte sich auch kurz austauschen. Von den Turnieren habe ich leider weniger mitbekommen. Besonders interessant fand ich auch den DreamStore der Expo, in dem ich mir vergünstigt ein Bauteil für meinen neuen Rechner holen konnte. Aber wir haben uns auch die riesige LAN Party angeguckt und ich war davon ziemlich begeistert. Vielleicht kann man das ja zum nächsten Jahr anstreben" so der Cottbuser Student Florian Rudolph.

Ein absolut buntes FestivalAnders als andere Gaming-Veranstaltungen, fühlt sich die Dreamhack Leipzig wie ein wirkliches Festival an, das die unterschiedlichsten Menschen zusammenführt. Von jung bis alt war alles vertreten. Eine lockere und entspannte Atmosphäre wurde vermittelt obwohl mehrere tausend Besucher durch die Halle liefen.

Die durchgemischte Spielerschaft sorgt keinesfalls für Chaos und sollte nicht als konzeptfreie Organisation der Dreamhack verstanden werden, ganz im Gegenteil. Vielmehr beeindruckt, wie völlig unterschiedliche Subkulturen von Videospielfans zusammenkommen und gemeinsam das Event genießen. Das ist echte Festival-Atmosphäre, die kaum ein ähnliches Event erreicht. Und: Alle Besucher scheinen dabei wirklich Spaß zu haben.

Ein weiteres Highlight der DreamHack war das Cosplay-Event am Samstagabend. Schwer bewaffnete Barbaren, furchteinflößende Monster und jede Menge leicht bekleidete Elfen waren am Samstag auf der Messe zu bewundern. Der Cosplay-Tag bei der Dreamhack war ein Karneval der Gaming-Helden. Eine Jury krönte die schönsten Kostüme. Insgesamt 25 Cosplayer wurden für den Wettbewerb ausgewählt und durften sich auf der Bühne dem Publikum präsentieren. Die Tribüne war bis auf den letzten Platz gefüllt, mehr als 1000 Gaming-Fans sahen sich den Contest an. Mehrere hunderte Cosplayer präsentierten sich abseits des Contest und sorgten für strahlende Augen, Begeisterung und wurden zum beliebten Selfie-Objekt.

Cosplay hat seinen Ursprung in Japan der 80er Jahren. Cosplay ist ein japanischer Verkleidungstrend, der in den 1990er Jahren mit dem Manga- und Animeboom auch in die USA und nach Europa kam. Beim Cosplay stellt der Teilnehmer eine Figur - aus Manga, Anime, Comic, Film oder Computerspiel - durch Kostüm und Verhalten möglichst originalgetreu dar. In den 90ern kam der Trend auch nach Europa und die USA. Aufgrund seines ostasiatischen Ursprungs gehören knallige Farben, ausladende Rüstungen detaillierte Verzierungen, auffällige Frisuren.

Die eSports- und Gaming-Szene hat nun in Leipzig wieder ihr Zuhause gefunden. Nach dem die Games Convention, als Messe für interaktive Unterhaltung, Infotainment, Hardware und Entertainment sowie Computerspiele, nach Köln zog und zur Gamescom wurde, ist Leipzig wieder ein wichtiger Standort für nationalen und internationalen eSport sowie für die Gaming-Szene. Die Begeisterung war überall zu spüren. Das Konzept, die eSports-Turniere mit dem Ausstellungsbereich, der LAN und zahlreichen Höhepunkten auf der Eventbühne zu kombinieren, ist gelungen.

"Gemeinsam mit unseren Partnern haben wir vom Start weg eine Veranstaltung entwickelt, die ab sofort ihren festen Platz als Winterspiele der Gaming-Szene einnimmt", sagt Markus Geisenberger, Geschäftsführer der Leipziger Messe und ergänzt: "Die Leipziger Messe hat gezeigt, dass sie eine perfekte Infrastruktur für ein Gaming-Festival bietet. Dieser gelungene Auftakt motiviert uns. Im kommenden Jahr wollen wir die DreamHack Leipzig auf das nächste Level heben."

Die nächste Dreamhack findet vom 12. bis 14. Januar 2018 statt.

www.lr-online.de/games

Zum Thema:
Bei einer Lan oder auch Lan-Party handelt es sich um einen Zusammenschluss von privaten Computern, die durch ein lokales Netzwerk (Lan) verbunden werden. Die Teilnehmer messen sich in Computerspielen. sm