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| 16:47 Uhr

RUNDSCHAU Gaming-Test
Willkommen bei den Bakers - Gaming-Test „Resident Evil 7“ von Capcom

FOTO: Capcom
Resident Evil 7 steht seit dem 24.01.2017 in den Regalen. Nach einigen Fehltritten kehrt Entwickler Capcom wieder zurück zum Ursprung der Serie. Deftige Schockmomente, Ressourcenmangel, ein altes Anwesen und abgrundböse Monster. Michael Siering

Neu hingegen, die Ego-Perspektive und die Möglichkeit der Nutzung eines komplett eingebundenen VR-Modus auf der PS4. Nur wie gut ist der Grusel wirklich? Die Rundschau-Gaming Redaktion hat es für Euch getestet.

Ich bin Ethan, der Hauptheld im neuen Resident-Ableger von Capcom. Fern ab meiner Heimat bin ich auf der Suche nach meiner Freundin Mia, die einfach spurlos verschwand. Nur eine mysteriöse E-Mail bringt mich zu einem düsteren Anwesen irgendwo in den Südstaaten der Vereinigten Staaten. Vorsichtig schaue ich mich um und bewundere die wunderschöne Landschaft auf der PS4-VR. Das Eingangstor ist verschlossen und ich bahne mir den Weg in das Anwesen durch ein modriges Gästehaus. So weit so gut. Mit jedem Schritt erhöht sich mein Puls, denn ich bin ständig in Erwartung. Ja, aber worauf?

Weiter durchs Gästehaus gerätselt und schnell werde ich mit dem blanken Horror konfrontiert. An dieser Stelle soll nicht weiter gespoilert werden. Eigentlich bin ich hart im Nehmen, habe fast alle Resident Evil Teile gespielt, aber was mir hier, so realistisch wie nie, geboten wurde, lässt mir das Blut gefrieren. Nachdem ich die "nette" Familie Baker (Besitzer des Anwesens) kennenlernen durfte und mit ihnen zu Abend speisen sollte, riss ich mir die VR-Brille vom Kopf und legte eine Pause ein! Weiter ging es erst am nächsten Tag, ohne Brille in der neuen Egoperspektive. Ich rätselte mich serientypisch durch das Anwesen der Hillbilly-Familie, ständig auf der Suche nach der nächsten Speichermöglichkeit.

Grafisch spielt Resident Evil in der oberen Liga und die Sounduntermalung trägt ihren Teil zur angststeigernden Atmosphäre bei. Immer wieder werde ich mit unvorhergesehenen Schockmomenten konfrontiert, die dafür sorgen, dass ich mich noch vorsichtiger durch das Haus bewege. Ich finde Hinweise auf Mias Verbleib und treibe die Story voran. Ganz großes Kino!
Schnell kommt es zum ersten Bosskampf und auch dieser ist Resident-typisch bockschwer. Mittlerweile verbrachte ich mehr als 3 Stunden im Haus von Jack, Marguerite und Lucas Baker ehe ich es wagte wieder zur VR-Brille zu greifen. Als erster echter Vollpreistitel liefert Resident Evil die komplette VR-Erfahrung auf der PS4. Dichter war man wohl nie am Geschehen und ich kann nur empfehlen, zwingend die Alterseinstufung zu beachten, denn an Unmengen von Blut und abgetrennten Körperteilen wurde nicht gespart. Einzig die hakelige Steuerung im VR-Modus (bedingt eingestellt zur Unterbindung der "Motion Sickness" im VR-Modus) und die teilweise langen Ladezeiten trüben das Erlebnis.

Resident Evil 7 gelingt der Spagat zwischen einer fast realitätsnahen Atmosphäre, den gut getimten Schockmomenten und einer tollen Spielwelt gepaart mit einer durchdachten Story, die den Spieler immer tiefer in das Geschehen hinein zieht.

Ein Resident Evil wie es sich Veteranen der Serie, aber auch Genreneulinge nur wünschen konnten, ganz im Stil des ersten Teils der Serie.

Bevor Ihr den Abspann des Spiels nach ca. 15 Spielstunden zu Gesicht bekommt, werdet Ihr noch unzählige Tode im Hause der Bakers sterben. Also, auf ein Neues!

Plattform: XBO, PS4 (VR kompatibel), PC
Preis: ab 49,00€
www.residentevil7.com

Altersfreigabe: FSK 18