| 13:55 Uhr

RUNDSCHAU Gaming-Test
Racing Fun für Fortgeschrittene

FOTO: Milestone Games
Wer hat als Kind nicht davon geträumt: Mit Sportmaschinen über die Rennstrecken der Welt fahren; den unverwechselbaren Klang eines Motorrades am Anschlag, der Geruch von verbranntem Gummi auf der Fahrbahn und der sportliche Wettkampf um Hundertstelsekunden. Milestone präsentiert mit der mittlerweile fünften Auflage des MotoGP ein solides Rennspiel mit tollem Sound und verschiedenen Karrierewegen. Das Spiel ist eine Rennsimulation und hat mit Fun Racern nichts gemeinsam. Benjamin Krüger

Fahrer oder Manager

Zu Beginn des Spiels hat man die Entscheidung zu treffen, ob man als klassischer Rennfahrer seinen Weg gehen will oder ob man sich parallel zum Fahren auch mit diversen Management-Funktionen beschäftigen möchte. Im Manager Modus stellen wir uns ein eigenes Team zusammen und verwalten dieses das ganze Spiel hindurch. Es stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, um sein Team bis an die Spitze zu bringen. Junge, talentierte Fahrer rekrutieren, das Team um die Fahrer sinnvoll verstärken oder einfach in bessere Maschinen investieren, hier ist alles möglich. Um an die passende digitale Währung zu kommen, müssen wir Rennen gewinnen und somit Sponsoren von uns überzeugen. Umso besser die verschiedenen Rennstrecken gemeistert werden, umso höher steigt unser Ruhm, welcher wiederum zu einem besseren Sponsoring beiträgt.

Zu Beginn des Spiels hat man die Entscheidung zu treffen, ob man als klassischer Rennfahrer seinen Weg gehen will oder ob man sich parallel zum fahren auch mit diversen Management-Funktionen beschäftigen möchte. Im Manager Modus stellen wir uns ein eigenes Team zusammen und verwalten dieses das ganze Spiel hindurch. Es stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, um sein Team bis an die Spitze zu bringen. Junge, talentierte Fahrer rekrutieren, das Team um die Fahrer sinnvoll verstärken oder einfach in bessere Maschinen investieren, hier ist alles möglich. Um an die passende digitale Währung zu kommen, müssen wir Rennen gewinnen und somit Sponsoren von uns überzeugen. Umso besser die verschiedenen Rennstrecken gemeistert werden, umso höher steigt unser Ruhm, welcher wiederum zu einem besseren Sponsoring beiträgt.

Alternativ zur Karriere gibt es den Single-Player-Modus, welcher eine breite Palette an individuellen Möglichkeiten bietet. Hier können wir wählen zwischen einem selbst erstellten Fahrer, den aktuellen Teilnehmern des MotoGP 2017, Moto 2, Moto 3 oder der Red Bull Rookies Rangliste. Wir starten hier direkt in die Rennen und können u.a. aus einer Vielzahl von Maschinen wählen: Valentino Rossis Aprilia RS125, Casey Stoners 2007 Ducati bis hin zu Wayne Gardners Honda NSR 500. Die Auswahl ist riesig und fällt nicht immer leicht.

Beide Geschlechter vertreten

Um der Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau nicht im Wege zu stehen, bietet der Hersteller auch die Option als weibliche Rennfahrerin sein Glück zu versuchen. Hier sei jedoch erwähnt, dass sich das im Spiel lediglich auf die femininen Gesichtszüge beschränkt. Weibliche Rundungen werden in den Anzügen nicht dargestellt, es bleiben die gleichen Körperbemessungen wie bei den männlichen Kollegen.

Viele der klassischen Maschinen und auch ein paar Fahrer stehen nicht direkt zur Verfügung und müssen erst frei gespielt werden. Was jedoch auch ein kurzweiliges Vergnügen ist, da die Freischaltung der Maschinen und Charaktere erst durch die Lösung kleinerer Aufgaben erfolgt.

Es darf natürlich auch nicht der obligatorische Onlinemodus fehlen. Hier sei jedoch erwähnt, dass dieser nur für sehr versierte Racing-Gamer geeignet ist. Die Rennen laufen flüssig und die Geräuschkulisse von MotoGP 17 weiß durchaus zu überzeugen. Die Steuerung der Maschinen ist jedoch sehr komplex und von Anfängern nur sehr schwer zu meistern. Zu hektische Steuerungen, Gleichgewichtsprobleme, Gas-Brems-Zyklen und die Gegner auf der Strecke bilden ein sehr herausforderndes Profil, welches nicht ohne weiteres gemeistert werden kann.

Verbesserung zu den Vorgänger Versionen

Man merkt dem Spiel an, dass sich die Entwickler sehr auf die Steuerung der Maschinen konzentriert haben, da diese im Vergleich zu den Vorgängern deutlich verbessert wurde. Für Einsteiger sei auch hier erwähnt, dass es eine durchaus zeitintensive Lernphase in Anspruch nimmt, um im Spiel voran zu kommen. Diverse Hilfestellungen lassen sich optional einstellen, was die Beherrschung der Maschinen vereinfachen soll. An den grafischen Elementen wurde nur minimal gearbeitet, was sich etwas in der Optik widerspiegelt.

Die Unterschiede bei den einzelnen Maschinen und Fahrern sind dagegen teilweise sehr ausgeprägt und benötigen auch hier einen gewissen Grad an Enthusiasmus, um dabei zu bleiben. Als Beispiel soll hier die Ducati dienen, welche auf der Geraden nahezu unschlagbar ist, jedoch in den Kurven sehr schwerfällig wirkt.

Um sich hier jedoch nicht immer wieder neu am Start aufzustellen, besteht nach einem Sturz immer die Möglichkeit zurück zu spulen und die Kurve erneut in Angriff zu nehmen.

Abgerundet wird MotoGP 17 durch viele offizielle Bilder und auch die Renngrafiken sind sehr nah an den offiziellen Fernsehbildern, was eingefleischte Racing-Fans sicher zu schätzen wissen und dem Spiel eine gewisse Authentizität verleiht.

Fazit

Als Einsteigerspiel ist MotoGP 17 nicht geeignet, da für die Steuerung eine gewisse Racing-Game Erfahrung vonnöten ist. Für Fortgeschrittene Fahrer und Fans der Serie ist das Spiel durchaus geeignet auch mehrere Stunden Spielspaß zu gewährleisten. Grafisch ist das Spiel nicht auf dem neuesten Stand, was aber durch eine große Auswahl an Fahrern und Maschinen aufgefangen wird. Der Management-Modus bietet extra Spielstunden und kann getrost als Bereicherung angesehen werden.Durch die Vielzahl von Lizenzen wird ein gutes Umfeld geschaffen. Mit vielen offiziellen Bildern und Videosequenzen kommt ein gutes Rennfeeling auf und bereichert das Spiel ungemein.

Das Spiel ist für PS4, Xbox One und PC ab ca. 49,99€ erhältlich.USK-Einstufung: USK ab 0 freigegeben http://motogpvideogame.com