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| 14:41 Uhr

Gaming-Test
Need for Speed – Payback

Need for Speed - Payback, der Name des Spiels sorgt bereits vor dem eigentlichen Spielen für Neugier. Nein es geht hier nicht um`s Punkte sammeln, sondern um Rache. Von Benjamin Gerwinat

Der Hauptcharakter des Spiels, Tyler Morgan, stellt sich eine Crew zusammen und wird im Intro des Spiels von einer Verbündeten, Lina Navarro, verraten. Diese wechselt die Seiten in das mafiöse House-Kartell, welches die Stadt und somit auch die Rennen kontrolliert und obendrein auch noch Rennen manipuliert.

Tyler stellt sich, nach dem er verraten wurde, eine neue, kleine Crew aus speziellen Charakteren zusammen und möchte Rache üben – so viel zur Storyline des Spiels. Mehr gibt diese tatsächlich nicht her. Im Vergleich zum Vorgänger der Need for Speed Serie zwar durchaus besser, allerdings noch immer nicht gut.

“Need for Speed – Payback” FOTO: Screenshot/Electronic Arts

Offroad oder Straßenrennen

Was die Story vermissen lässt, macht das eigentliche Rennen fahren wieder wett. In einer riesigen Open-World Location fühlt man sich mit zunehmender Spieldauer immer wohler, was auch an wirklich vielen verschiedenen Herausforderungen liegt. Mit den, neben Tyler Morgan, spielbaren Charakteren, dem Offroad- und Driftspezialisten Sean „Mac“ McAllister und der Pilotin Jessica Miller gibt es zahlreiche Möglichkeiten sein Können unter Beweis zu stellen und mit den Belohnungen seine Autosammlung zu vergrößern und die einzelnen Fahrzeuge aufzumotzen.

Die verschiedenen Spielmodi Streetrace, Offroad oder Verfolgungsjagden unterscheiden sich teilweise nur im Detail, machen aber immer Spaß, so dass der Spielfluss lediglich durch viel zu viele Zwischenrufe der Charaktere gestört wird. Der Begriff „Quasselstrippe“ bekommt hier komplett neue Dimensionen.

Keine Grenzen zu erkennen

Das Entwicklerteam hat sich mit der offenen Spielwelt von Need for Speed – Payback erkennbar Mühe gegeben und so steht es einem jederzeit frei, kleine Zwischenprüfungen abzulegen, wie dem neuen Geschwindigkeitsrekord am Blitzer, Sprungwertungen mit möglichst weiten Hüpfern oder Hochgeschwindigkeitssprints mit neuer Bestzeit auf den Asphalt zu brennen. Verschiedene Extra-Boni, wie das Zerstören von Plakatwänden, das Einsammeln von Roulettechips oder das Finden von Schrottkarren, welche vom eigenen Mechaniker aufpoliert werden, runden so das Portfolio des Spiels ab.

Screenshot aus "Need for Speed – Payback”
Screenshot aus "Need for Speed – Payback” FOTO: Screenshot / Electronic Arts

Durch die Vielzahl an möglichen Events und Zusatzpreisen fällt es einem nicht schwer seine Autos zu tunen und somit die vorgegebenen Rennen erfolgreich zu Gestalten. Hin und wieder wirkt die Belohnungslogik etwas umständlich und schwerfällig, was dem positiven Gesamteindruck aber nicht schadet.

Kraftvolle Motoren und deren Klang

Leider gibt es für die Gesamtklangkulisse, von welcher ein Autorennspiel in der Regel ein gutes Stück lebt, deutliche Abzüge. Während sich die Charaktere des Öfteren ungefragt bemerkbar machen, vermisst man die vollen und kraftvollen Klänge der Motoren. Das ist schade, da bei der Auswahl an Fahrzeugen nicht gespart wurde und diese naturgemäß auch ihren vollen Sound entfalten wollen. Der Soundtrack zum Spiel weiß dagegen zu überzeugen, da hier Bands wie die Queens of the Stone Age und Gorillaz ihren Senf dazu geben dürfen. Alles in allem jedoch deutlich zu wenig Klangerlebnis für ein Autorennspiel.

Fazit

Im Vergleich zum Vorgänger, welcher zu Recht viel Kritik eingesteckt hat, ist Need for Speed – Payback eine deutliche Verbesserung. Eine eher lahme Geschichte und das ständige Plappern der Charaktere sorgen für unnötige Minuspunkte in der Gesamtwertung.

Für Einsteiger ist dieses Spiel, aufgrund der vielfältigen Möglichkeiten und der doch sehr aufwendigen Open-World-Struktur, in jedem Fall eine Kaufempfehlung. Für Liebhaber von guten und aufwendigen Storylines und/oder satten Motorenklängen fällt das Spiel jedoch zu mau aus.

3/5 Sterne

Erhältlich für PS4, PC und Xbox One ab ca. 59,00€.
USK: Freigegeben ab 12 Jahren
www.ea.com/de-de/games/need-for-speed