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RUNDSCHAU Gaming-Test zu „Schatten des Krieges“
Sehr gelungener Nachfolger von Shadow of Mordor

Gamingtest: Schatten des Krieges
Gamingtest: Schatten des Krieges FOTO: Screenshot / Warner Bros. Games
J.R.R. Tolkiens Geschichte vom kleinen Hobbit und die Herr der Ringe Trilogie dürften mittlerweile jedem bekannt sein. Von Benjamin Gerwinat

In diese Welt der Elben, Zwerge und Orks bringt uns der zweite Teil aus dem Hause Monolith. Wir springen wieder in die Rolle des untoten Waldläufers Talion, welcher auch weiterhin besessen ist vom geisterhaften Elbenschmied Celebrimbor. Ebenjener Schmied, der dem dunklen Herrscher Sauron einst die Ringe der Macht geschmiedet hat und dafür hingerichtet wurde.

Im Intro zum Spiel sehen wir wie Talion und Celebrimbor einen neuen Ring schmieden, um Rache zu nehmen für die zahlreichen Verluste die sie erlitten haben.

Gamingtest: Schatten des Krieges
Gamingtest: Schatten des Krieges FOTO: Screenshot / Warner Bros. Games

Mit den Orks gegen Sauron

Während es im ersten Teil der Reihe darum ging, viele unbekannte und wahrscheinlich frei erfundene Orks zu bekämpfen, beehrt uns in Schatten des Krieges die Cremé de la Cremé Mordors. Hexenmeister, Ringgeister, Drachen und sogar ein Balrog stehen uns als Gegner gegenüber.

Nicht zu vergessen, Kankra – eine Riesenspinne, welche ihre ganz eigenen Vorstellungen davon hat, wie Sauron zu besiegen ist. Sie ist in diversen Einzelmissionen Anlaufpunkt und es bleibt bis zum Schluß rätselhaft, ob sie nun Freund oder Feind ist.

Gamingtest: Schatten des Krieges
Gamingtest: Schatten des Krieges FOTO: Screenshot / Warner Bros. Games

Durch die weiter hervorragend ausbalancierte Steuerung und das massiv ausgeweitete Nemesis-System kommt die Geschichte hinter dem Spiel vollends zur Geltung. Im gesamten Gebiet des Spiels streifen Orkhauptmänner umher, welche es zu besiegen und zu unterwerfen gilt. Alle Hauptmänner haben ihre ganz persönlichen Stärken und Schwächen.

Nachdem wir diverse Hauptmänner unterworfen haben, gönnen wir uns sogar den Luxus einen Leibwächters auswählen, welcher in Gefahrensituationen gerufen werden kann. Dies ist eine ungemein praktische Fähigkeit und rettet so manche, verloren geglaubte, Mission in letzter Sekunde.

Gamingtest: Schatten des Krieges
Gamingtest: Schatten des Krieges FOTO: Screenshot / Warner Bros. Games

Die somit nach und nach zusammengestellte Armee wird bei Belagerungen der Burgen Saurons eingesetzt und verhilft mit der Vielzahl an Fähigkeiten zum Sieg.

Spielspaß statt Eintönigkeit

Während der gesamten Spieldauer kommt keine Langeweile auf und die vielen unterschiedlichen Ork-Hauptmänner motivieren dazu immer weiter zu suchen und somit seine ganz persönliche Streitmacht aufzubauen.

Gamingtest: Schatten des Krieges
Gamingtest: Schatten des Krieges FOTO: Screenshot / Warner Bros. Games

Die unterschiedlichen Klassen und Stammestypen der Orks bringen durchweg Abwechslung ins Spiel. Mal hat man es mit Giftmischern zu tun, mal mit Flammenwerfern oder auch mit Bestienzähmern. Die Kreativität der Entwickler kannte hier nahezu keine Grenzen was das Spiel lebendig macht und die Vorfreude auf die nächste Session wachsen lässt.

Ein Manko bleibt die Schwierigkeit, epische oder gar legendäre Hauptmänner zu finden. Im Gegensatz zu den normalen Ork Hauptmännern bieten epische und legendäre Orks noch ein oder zwei besondere Eigenschaften. Im Test war nur jeder zehnte Orkhauptmann episch oder legendär. Die Wartezeit kann mit diversen Mini Missionen gefüllt werden, was wiederum bessere Ausrüstung bringt.

Einziger wirklicher Kritikpunkt am Spiel ist das Echtgeld-Lootbox System. Hier kann man unter Einsatz von Geld nachhelfen und sich epische und teils legendäre Ausrüstung, sowie Hauptmänner kaufen. Für ein Vollpreis-Spiel sehr fragwürdig. Gerade im Multiplayer Modus können sich Spieler so immense Vorteile verschaffen, was die Ranglisten gründlich verwässert und den Spielspaß schnell trüben kann.

Fazit:

Schatten des Krieges (Shadow of War) als Nachfolger von Shadow of Mordor ist ein rundum gelungenes Spiel. Im Vergleich zum Vorgänger wirkt das Spiel ausgereifter, eindrucksvoller und bietet eine durchweg angespannte Atmosphäre.

4,5/ 5 Sternen. Abzug gibt es für das Echtgeld-Lootbox System, welches im Spiel völlig deplatziert wirkt und sich auch nachhaltig auf die Stimmung auswirkt.

Das Spiel selbst ist eine klare Kaufempfehlung.

Bereits erschienen für PS4, Xbox, Android und Windows. Ab 59€ UVP.

USK: Freigegeben ab 16 Jahren