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Gaming-Test
Star Wars Battlefront II

Gut einen Monat vor Kinostart des neuen Star Wars Teils veröffentlicht Electronic Arts die Fortsetzung zu „Star Wars Battlefront“ für alle PC-Gamer und Konsoleros. Michael Siering

Grafisch aufgehübscht, ergänzt um eine Kampagne, neue Karten und dem beliebten Raumschlachten – Franchise buhlt man um die Gunst der Spielergemeinschaft. Vorab gab es aber bereits reichlich Kritik am Echtgeld-Lootsystem und der langwierigen Heldenfreischaltung. Was ist da dran?

Star Wars Battlefront II FOTO: Screenshot/Electronic Arts

Möge die Macht mit Euch sein

Eins vorweg, möge man über eine zusätzliche Echtgeldinvestition denken was man mag, für uns ist der Fakt einfach nicht spielentscheidend und schmälert in keinster Weise das Spielerlebnis. Die Entscheidung obliegt dem Gamer selbst, Erfolge, Emotionen und Ausrüstungen in Ihrem Erhalt zeitlich zu minimieren und dafür zu investieren. Fragwürdig bleibt dieser neu erkennbare Trend in Videospielen dennoch. Auf Kritikpunkt zwei hat Electronic Arts schnell und vorbildlich reagiert und bereits mit Start des Titels die Freischaltzeiten für Helden minimiert. Sehr lobenswert.

Im Menü finden sich Kenner des ersten Teils schnell zurecht, Multiplayermodi, Ausrüstoptionen und Kartenskills sind bekannt. Neu hingegen ist eine Kampagne. Als Spieler schlüpfen wir in die Haut von Iden Versio, Mitglied einer Spezialeinheit des Imperiums. Als Teil der Besatzungstruppen von Endor müsst ihr miterleben, wie der Todesstern pulverisiert wird. Erstaunlich war für unsere Redaktion nur, dass wir uns statt auf Rache zu sinnen und uns ganz der dunklen Seite hinzugeben, plötzlich der Rebellion anschließen. Ein Durchspielen der Kampagne auf Imperiumsseite hätte eindeutig für eine bessere Immersion gesorgt und Liebhaber des Stormtrooper-Settings schütteln enttäuscht den Kopf, ob dieses Sinneswandels. Grafisch und Musikalisch bewegt sich das Geschehen auf dem Bildschirm auf höchstem Niveau. Besonders Besitzer hochgetunter PC`s sowie PS4 Pro und Xbox One X – Spieler staunen über eine enorme Detailverliebtheit.

Screenshot aus Star Wars Battlefront II
Screenshot aus Star Wars Battlefront II FOTO: Screenshot / Electronic Arts

Kernstück bleibt der Multiplayermodus, in dem sich, je nach gewähltem Modus, bis zu 40 Spieler gleichzeitig gegenüber stehen. Und es gibt sie wieder – die volle Ladung Star Wars. Auf unterschiedlichen, an bekannte Filmlocations angelehnte Karten, gemischt mit altbewährten Soundtrack geht es richtig zur Sache. Einzig bei der Einbindung der Helden wird etwas geschummelt. So treiben sich Chewbacca, Yoda, Kylo Ren und Co. schon mal an Orten rum, an denen Sie eigentlich nichts zu suchen haben. Alles ermöglicht durch das integrierte Freischaltsystem über gewonnene Erfahrungspunkte. Hinterlässt beim Fanboy einige Fragezeichen, sorgt aber generell für einen stimmigen Spielverlauf. Eine Runde Galaktischer Angriff kann dann auch schon mal bis zu einer halben Stunde dauern, ein Spielmodi bei dem es gilt verschiedene Spielziele zu erreichen. Aber auch die schnelle Runde Deathmatch bzw. die bekannte Option Helden vs. Schurken sorgen dafür, das Gamer mit knappen Zeitmanagement für eine kurze Runde zum Pad oder der Maus greifen.

Fazit:

Alles im Allen erwartet Euch die volle Ladung Star Wars, verpackt mit viel Bombast und einer gelungenen Soundeinbindung. Abgesehen vom fragwürdigen Echtgeldsystem machen Shooterfreunde und Franchise-Fanboys nichts verkehrt. EA dürfte per Season-Pass in den nächsten Monaten noch für reichlich Nachschub an Karten und Helden sorgen. Motivation und Vorfreude auf den neuen Star Wars Kinofilm. Zugreifen!

Das Spiel ist ab ca. 57,00€ und bereits für PC, PS4 und Xbox One erhältlich.

USK: ab 16 Jahren

www.ea.com/battlefront2

4/5 Sternen