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RUNDSCHAU Gaming-Test
Gaming-Test „Splatoon 2“ von Nintendo

FOTO: Nintendo
Testbericht. Klecksel - Shooter mit viel Tiefgang Zwei Teams, diverse (Farb)pistolen, Standardkämpfe, ein Ligasystem und vieles mehr. Was nach neuer, harter Shooterkost für die ältere Zielgruppe klingt, wird bei Splatoon 2 aber von Nintendo sehr kindgerecht ins Wohnzimmer bzw. auf die Switch gebracht. Nicht der Abschuss bringt Punkte, sondern die Menge des in eigener Farbe eingepanschten Bereiches der Karte. Die Rundschau- Gamingredaktion hat sich für Euch in die Kämpfe gestürzt und dabei einen der innovativsten Shooter des Jahres erlebt.

Der perfekte Look

"Inklinge" heißen die kleinen Maler, die auf der Suche nach sozialen Kontakten und dem nächsten Battle den virtuellen Marktplatz durchstreifen. In den anliegenden Geschäften kann ich je nach Spielstufe und erspielter Ingame-Währung meinen Charakter mit diversen neuen Outfits und (Farb)Waffen ausrüsten. Und schon hier beweist Nintendo viel Fingerspitzengefühl, um der recht simplen Spielmechanik mehr Tiefgang zu verleihen. Denn sie sehen nicht nur gut aus, die verschiedenen Kopfbedeckungen, Brillen, Oberteile und Schuhe - nein, jedes angelegte Teil bietet Vorteile in den Battles selbst, ob gesteigerte Geschwindigkeit, Resistenz gegenüber gegnerischer Farbe und und und. Hier kann und sollte viel experimentiert werden.

Die Spielmodi

Jederzeit hat der Spieler die Wahl zwischen einer simplen Einzelspielerkampagne, dem Battle mit Freunden nach Einladung oder dem Kernstück von Splatoon 2 - dem Multiplayer. Dieser unterteilt sich noch einmal in Standardkämpfe, Rangkämpfe, sowie den mit höherem Rang möglichen Ligakämpfen.

Eine gute Internetverbindung vorausgesetzt, findet man im Handumdrehen Mitspieler für eine jederzeit flüssige Partie. 4 Spieler starten auf jeder Seite des Spielfeldes und versuchen bis zum Ablauf einer gewissen Zeit möglichst viel an Fläche ein-bzw. umzufärben. Nach Zeitablauf vermisst das Spiel sehr genau die Karte in Prozent und vergibt entsprechende Punkte, das Siegerteam heimst zusätzlich 600 Punkte für den Erfolg ein. Reicht aus Sicht der Redaktion um auf Dauer zu motivieren, aber mit den Rangkämpfen kommen noch weitere Spielmodi (z.B. Herrschaft) hinzu. Anders als bei anderen Vertretern des Shooter-Genres sind nicht alle Multiplayerkarten direkt anwählbar, sondern immer nur zwei, die Nintendo alle zwei Stunden eigenständig wechselt. Klingt bevormundend, sorgt aber für stets volle Server und ein superschnelles Matchmaking.

Kannst du mich hören?

Etwas komplizierter verhält es sich hingegen mit dem Teamspeak. Hierfür bietet Nintendo eine entsprechende App zum kostenlosen Download auf Eure Mobilgeräte an. Nach Einladung oder eigener Lobbyerstellung könnt Ihr über Euer Endgerät mit den Kumpels kommunizieren. Hier gibt es guten Grund zur Nachbesserung.

Optisch macht das Spiel einiges her, die Farbe wirkt sehr plastisch und auch die Sounduntermalung (leider ist die Musik nicht abstellbar) passt hervorragend und langweilt nicht auf Dauer.

Malern am Strand?

Wollt Ihr unterwegs mit der Switch eine Runde online spielen, müsst Ihr Euch auf die Suche nach einem passenden WLAN-Netz machen, denn eine Anbindung über mobile Hotspots Eurer Smartphones funktioniert nicht, aufgrund einer strikten NAT-Anbindung. Ohne Internet bleibt für unterwegs daher nur der Singleplayer. Aber auch dieser weiß auf lange Dauer zu überzeugen.

Splatoon 2 ist ein Spaß für die ganze Familie und auch für jüngere Spieler ab 6 Jahren geeignet.

Das Spiel ist für Nintendo Switch ab ca. 55,00€ erhältlich.

USK: ab 6 Jahren

www.nintendo.de

Michael Siering