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| 17:41 Uhr

Die finstere Lara
Gaming-Test „Shadow of the Tomb Raider“ von Square Enix

Shadow of The Tomb Raider
Shadow of The Tomb Raider FOTO: Square Enix
Es dürfte schwierig werden alle „Tomb Raider“ Serienteile für diverse Konsolen in die richtige Reihenfolge zu bringen und vor allem die Frage nach dem besten Teil lässt sich nicht so leicht beantworten. Sicherlich revolutionierte der 1. Teil auf der Playstation damals das Genre des Actionadventures und viele Fans wünschten sich eben jene Lara Croft zurück, die sich mehr durch die Level rätselte und kletterte, als reihenweise Gegner zu plätten. Nun verpassen Square Enix und Eidos Montreal der Serie einen optisch überragenden und würdigen Abschluss, der eben jene alten Stärken der Serie wieder in den Focus rückt. Michael Siering

Eines vorweg, ängstliche Spieler sollten am besten die Finger vom neuen „Shadow oft the Tomb Raider“ lassen, denn der neueste Ableger sorgt immer wieder für klaustrophobische Angstzustände. Eine hervorragend animierte Lara durchstreift zwar teilweise sattgrüne Dschungellandschaften, findet sich aber größtenteils unter der Erde wieder, beim Erforschen diverser Höhlen und Grabkammern. Diese sind gespickt mit Fallen und gut verteilten Gegnern, die in Kombination mit einer tollen Soundkulisse immer wieder für Gänsehaut sorgen. Die Entwickler haben in der neuesten Auflage den Actionanteil bewusst nach unten geschraubt und dafür wieder mehr Rätsel und schwierige Kletterpassagen in das Spiel integriert. Eine durch zeitgemäße Zwischensequenzen erzählte Story lässt den Spieler am eigenen Leibe die Wandlung unserer Protagonisten zur furchtlosen Abenteuerin durchleben. Lara ist uns im Test schnell ans Herz gewachsen, denn auch die regelmäßig eingespielten Sprachsamples sorgen für die passende Atmosphäre und so mussten wir schon mal eine kleine Träne verdrücken, als Lara unverhofft ihr Bildschirmleben tief unter der Erde in einer Falle aushauchte.

Aber auch das ist kein Problem auf Zeit, denn clever verteilte Speicher- und Wiedereinstiegspunkte, sowie eine Schnellreisefunktion sorgen für wenig Frustpotential. Es sei auch erwähnt, dass sich Frau Croft nicht in einer der derzeit beliebten Open World Szenarien tummelt, sondern her vorgegebenen Pfaden folgt, die sich regelmäßig in weiträumige Areale öffnen, welche es dann mit viel Gehirnschmalz zu meistern gilt.

Nun muss der gestandene Actionfan aber auch nicht gänzlich auf eine direkte Gegnerkonfrontation verzichten. Nein, Lara greift bekanntermaßen auf ein umfangreiches Waffenarsenal zurück, um menschliche sowie nichtmenschliche Widersacher ins Jenseits zu befördern. Nur lassen uns die Entwickler in dieser Fassung die Wahl, aus der Tarnung heraus zu agieren, was bei einigen cleveren Gegnern definitiv die bessere Alternative ist, oder den direkten Weg nach vorn zu suchen. In diesem Fall erwarten den Spieler fordernde Kämpfe, die nicht selten zum Heldentod führen.

Neben der eigentliche Story gibt es auch eine Vielzahl an Collectibles (Überlebensverstecke, Relikte oder Forschertaschen) zu entdecken, die zwischendurch etwas Abwechslung in das eigentliche Spielgeschehen bringen.

Shadow of the Tomb Raider FOTO:

Fazit: „Shadow oft the Tomb Raider“ präsentiert uns Laras düstere aber häufig auch deren zerbrechliche Seite. Crystal Dynamics und Eidos Montreal heben das beliebte Puzzle-und Rätselabenteuer auf ein zeitgemäßes Level und dürften damit vielen Fans der Serie eine Freude machen. Ein erstes Highlight des Spieleherbstes steht in den Regalen und unsere Redaktion kann nur einen Tipp geben: Zugreifen!

Das Spiel ist ab ca. 59,00€ erhältlich. USK: ab 16 Jahren
https://tombraider.square-enix-games.com/de/

4,5/5 Sternen