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| 16:44 Uhr

Gaming-Test „God of War“ von Sony Santa Monica
Kriegsgott mit Vatergefühlen

Müde wirkt Kratos – unser Held und Kriegsgott aus unzähligen Hack-& Slay Ablegern für diverse Sony-Konsolen. Zurückgezogen in den Bergen des hohen Nordens versucht ein optisch gealterter Vater seinen Sohn Atreus auf die harte Realität des Alltags vorzubereiten. Sony`s Studio Santa Monica bricht hierbei mit fast allen Traditionen der Serie, optional erkundbare Spielwelt, Rückreisepunkte, Zusatzmissionen, neue Kamereinstellung, fehlende Sprungfunktion und und und. Nun möge man als Kratos-Liebhaber die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, doch Vorsicht, denn Sony liefert einen heißen Anwärter auf das Spiel des Jahres ab. Michael Siering

Mit dem Start des Tutorials erschlägt uns fürs Erste die Optik des neuen „God of War“. Animation, Mimik, Landschaft, verbunden mit leichten, aber verschmerzbaren Frameeinbrüchen, bringen selbst Sony`s PS4 Pro an ihre Grenzen. Ein Augenschmaus vom Allerfeinsten. Doch zum Staunen bleibt nicht viel Zeit, denn wieder überraschen uns die Entwickler mit einer genialen Wendung der Serie. Kriegsgott Kratos ist Vater! Doch die Beziehung zu seinem wissbegierigen Sohn ist zwiegespalten. Kratos erachtet den Jungen als zu schwach und verweigert zunächst eine gemeinsame Reise, um die Asche der verstorbenen Mutter auf einem Berg zu verstreuen. Durch eine weitere Wendung im Spiel wird der alte Mann aber gezwungen, genau dies zu tun und so machen sich die beiden Charaktere auf, um in gewohnter Serienmanier unzählige Gegner zu plätten und riesige Bosse niederzustrecken.

Dabei kann der kleine Atreus mit seinem Bogen sehr hilfreich sein, denn er unterstützt zunehmend seinen Vater, entsprechende Skills vorausgesetzt, im Kampf und warnt vor Gegnern im manchmal unübersichtlichen Gemetzel. Und dies ist wörtlich zu nehmen, die Brutalität der Serie bleibt bestehen und Kratos streckt seine Widersacher mit spektakulären Finishing Moves nieder. Daher bleibt anzumerken, dass die empfohlene Altersempfehlung zwingend zu beachten ist. Auf unserer Reise aktivieren wir auch eine Vielzahl von Nebenmissionen (besiege eine Gegnerart besonders häufig, finde verlorene Spielzeuge, öffne Schreine etc.), die uns mit einer Menge Erfahrungspunkten belohnen, mit denen wir dann, im zugegeben etwas unübersichtlichen und überbordeten Menü, Kratos und Atreus samt Ausrüstung verbessern können.

Angesiedelt ist der neueste Ableger in der nordischen Mythologie und so lernen wir viel über die Sagen und Helden überlieferter Erzählungen, die dank eines belesenen Atreus immer wieder Einblicke in die Welt der Asen (nordische Götter) liefern.

Typische God of War Rätsel wurden auch integriert, sollten den Durchschnittsgamer aber nicht überfordern. Neu hingegen ist die Tatsache, dass ein Großteil der Aufgaben nur im gekonnten Zusammenspiel zwischen Vater und Sohn gelöst werden können.

Auch der Umfang weiß zu überzeugen, geübte Spieler benötigen ca. 20-25 Spielstunden um das Abenteuer zu beenden. Deutlich mehr dürften es werden, sollen alle Nebenquests absolviert sein.

FOTO: Siering / Sony

Fazit: „God of War“ ist nahe dran am Meisterwerk. Altbekanntes wird mit Modernem vermischt und ein um Anerkennung kämpfender Sohn sorgt für ein unvergessliches Storyerlebnis. Gepaart mit einer Bombastgrafik, in zugegeben teils eingeengten Leveln, sowie einer hervorragend deutsch vertonten Version ist Sony`s Exklusivtitel ein Pflichtkauf für alle PS4 – Besitzer.

Das Spiel ist ab ca. 59,00€ erhältlich.

USK: ab 18 Jahren

https://godofwar.playstation.com

4,5/5 Sternen