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RUNDSCHAU Gaming-Test
Gaming-Test „For Honor“ von UBISOFT

For Honor
For Honor FOTO: Ubisoft
Ubisofts „For Honor“ ist eines dieser Spiele, über deren Hintergrundgeschichte man sich nicht zu viele Gedanken machen darf. Allein die Tatsache, dass da Ritter, Wikinger und japanische Samurai-Krieger gegeneinander kämpfen, sollte Hinweis genug sein, in welchen Sphären wir uns hier bewegen. Jan Althoff/ Michael Siering

Eigentlich ist es aber auch egal, warum sich die drei Fraktionen seit Jahrhunderten die Helme einschlagen. Entscheidend ist: Ihnen dabei zu helfen, macht eine Mordsgaudi. Im Storymodus mit 18 Missionen, die alle Fraktionen abdecken, ein bisschen (trotz der abstrusen Story sind die Zwischensequenzen stimmungsvoll inszeniert, außerdem sahen Rüstungen noch nie so nach den Gebrauchsgegenständen aus, die sie früher auch waren), im Mehrspielermodus richtig.

Dessen Seele ist der Dominion-Modus. Dabei kämpfen vier gegen vier Spieler. Ziel ist es, strategisch wichtige Zonen auf dem Schlachtfeld einzunehmen und zu halten. Sobald ein Team genügend Punkte zusammen hat, muss es alle feindlichen Spieler ausschalten um zu gewinnen. Hinzu kommt ein Fraktionssystem, das die Erfolge der einzelnen Spieler verbucht, verrechnet und damit alle sechs Stunden den Grenzverlauf der Territorien der Fraktionen neu zieht (der Einfluss der eigenen Kämpfe darauf ist allerdings kaum spürbar). Auch die zwölf Karten ändern sich grafisch dezent, je nachdem, welche Fraktion das Gebiet gerade kontrolliert.

Die verschiedenen Klassen, zwölf an der Zahl, entscheiden sich spielerisch dezenter als in vergleichbaren Programmen. Denn alle müssen sich in den Nahkampf stürzen. Fernkämpfer wie Bogenschützen kommen nur als KI-Kämpfer vor. Bleibt die Wahl zwischen trägen Kämpfern, die viel Schaden verursachen, schnellen Helden, die dafür weniger Schäden pro Angriff anrichten sowie einer Hybrid-Klasse.

Für sie alle gilt das gleiche Nahkampf-System: Der Spieler kann entweder schlicht mit Mausklicks links und rechts leicht und heftig austeilen. Bei der Dutzendware der Normal-Gegner ist das der Weg der Wahl. Gegen menschliche Widersacher oder stärkere Kämpfer in der Kampagne wechselt man in eine Art Fokus-Modus. Hier kann man in drei Richtungen angreifen oder blocken, verschiedene Angriffe zu Kombos zusammenstricken oder den Gegner zurückstoßen. Dabei kommt es in erster Linie auf das richtige Timing an. Merkwürdigerweise ist es bis zu einem gewissen Grad einfacher, schwere Gegner außerhalb des Aufschalt-Modus' mit Standard-Attacken zu traktieren.

Um den Spieler bei der Stange zu halten, schaltet man mit Erfolgen in der Kampagne oder im Multiplayer "Gaben" frei, die dem Spieler aktive oder passive Boni geben, zum Beispiel automatische Heilung, bessere Verteidigung oder kurzfristig höheren Schaden. Und das ist nur ein Element der Belohnungs-Mechanik . . .

Plattform: XBO, PS4, PC
Preis: ca. 60,00€
www.ubisoft.com/de-DE/game/for-honor/

Altersfreigabe: FSK 18