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| 11:00 Uhr

Bildschirmtode am Fließband
Gaming-Test „Dark Souls: Remastered“ von Bandai Namco Entertainment

Gaming-Test „Dark Souls: Remastered“  von Bandai Namco Entertainment.
Gaming-Test „Dark Souls: Remastered“ von Bandai Namco Entertainment. FOTO: Bandai Namco / Screenshot
Gute sieben Jahre hat „Dark Souls“ bereits auf dem Buckel. Insgesamt hat es die Serie vom Entwicklerstudio From Software bereits auf zwei Nachfolger gebracht. Bei seinem Erscheinen 2011 spaltete das Spiel auf Grund des gehobenen Schwierigkeitsgrades die Geister der Konsolengemeinde.

Einige sahen in dem Spiel die Revolution des Actionadventures, andere wiederum warfen angesichts unzähliger Bildschirmtode verzweifelt den Controller in die Ecke. Nun liefert uns Publisher Bandai Namco Entertainment eine Remastered-Version des ersten Teils. Ob sich das Spiel damit einen Platz in den Jahrescharts sichern kann und wie gut die Unterwegsversion der Nintendo Switch ist, haben wir für Euch auf Nintendos Flaggschiff getestet.

Eines gleich vorab. Dark Souls: Remastered bleibt Dark Souls in Urform! Am Gegnerdesign, dem Spielverlauf und dem Schwierigkeitsgrad hat sich nichts geändert. Einzig die Grafik erstrahlt etwas zeitgemäßer und wurde für die Generation 2018 deutlich aufgehübscht. Auch wir gestehen, den ersten Teil anno dazumal nur kurz angespielt zu haben, denn die Frustkurve war extrem hoch. Nachdem Teil 2 und Teil 3 dann doch in unseren Laufwerken landeten und zu überzeugen wussten, schauten wir uns das Urspiel in seiner Remastered-Fassung noch einmal genauer an.

Ohne jegliches Tutorial oder Hintergrundgeschichte erwacht unser Held oder unsere Heldin in einem Kerkerverlies. Einzig die rollenspieltypischen Charakterdesigns sind zu Beginn möglich. Schnell greifen wir uns eine Art Schwertgriff ohne viel Durchschlagskraft und stellen uns auf unserer Flucht den ersten Gegnern. Der Spieler lernt hierbei sehr schnell, dass ein schwungvoller Rush durch die Gänge schnell zum Bildschirmtod führt und spätestens beim ersten Zusammentreffen mit dem Kerkermeister nach wenigen Minuten beißt unser Held ins Gras. Was nun? Wir erwachen wieder in der Zelle und beginnen uns die Verhaltensweise der Gegner einzuprägen. Denn dies ist der einzige Weg Dark Souls zu meistern. Auch Alternativrouten wollen entdeckt werden, um eventuell zu Beginn starke Gegner zu umgehen.

Dark Souls: Remastered FOTO:

Wir kämpfen uns langsam von Lagerfeuer zu Lagerfeuer, die hier als sichere Speicherpunkte dienen. Sterben wir auf unserer Erkundungstour, erwachen wir immer am letzten Feuer. Nachteil hierbei: Alle Gegner sind wieder an ihren bekannten Positionen, einzig die vielen Zwischen-und Endgegner bleiben endgültig besiegt. Um diesen aber beizukommen, bedarf es aber einiger Anläufe oder der Unterstützung anderer Mitspieler Online, die wir über spezielle Runen am Boden zur Hilfe rufen können. Nach vielen Stunden Spielzeit und gefühlten tausend Bildschirmtoden erschließt sich auch unser Auftrag, das Läuten zweier Glocken, um unseren Teil an Menschlichkeit zu wahren.

Trotz der vielen Fehlversuche motiviert uns das Spiel immer wieder aufs Neue einen Durchlauf zu wagen, zumal auch unsere erkämpften Seelen (Währung im Spiel) zurückerobert werden wollen. Diese verlieren wir nach unserem Ableben und verweilen an eben dieser Stelle, bis sie wieder von uns eingesammelt werden. Vorausgesetzt wir sterben nicht erneut auf dem Weg dahin!

Haben wir eine bestimmte Menge an Seelen gesammelt, können wir unseren Helden rollenspieltypisch aufleveln und in seinen einzelnen Attributen verbessern. Auch bei einem Händler können Seelen gegen neue und bessere Ausrüstung eingetauscht werden. Damit steigt zugleich die Chance nach unzähligen Fehltritten einen der schweren Motze zu besiegen. Und genau darin liegt auch der Reiz bei Dark Souls: Remastered.

Das Spiel läuft auf der Switch sowohl im Fernsehmodus als auch im Handheldstatus stets stabil und so können wir auch unterwegs jederzeit auf Monsterhatz gehen.

Fazit: Darks Souls bleibt auch in seiner 2018er Neuauflage ein bockschwerer Vertreter seiner Art. Inhaltlich hat sich gegenüber der Urfassung nicht viel geändert. Sicherlich wird das Spiel auch auf der Switch seine Fangemeinde finden. Einen Punkt Abzug gibt es für die nicht behobenen technischen Mängel im Spiel, wie der immer noch schlechten Kollisionsabfrage und der Tatsache das Dark Souls: Remastered trotz allem ein Nischenprodukt bleiben wird, welches nicht die breite Masse anspricht, sondern Spieler auf der Suche nach der gewissen Herausforderung.

4/5 Sternen

https://de.bandainamcoent.eu/dark-souls

Das Spiel ist ab ca. 35,00€ erhältlich. USK: ab 16 Jahren