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| 13:57 Uhr

Rückkehr zu den Ursprüngen
Gaming-Test „Call of Duty – WW2“ von Activision

Call of Duty kehrt zu seinen Ursprüngen zurück. Großer Jubel entbrannte unter der weltweiten Call of Duty – Fangemeinde, als der Publisher Activison vor gut einem halben Jahr ankündigte, dass das Franchise zu den Ursprüngen der Serie und somit dem Geschehen im zweiten Weltkrieg zurückkehrt. Von Michael Siering

Zu eintönig und fiktiv waren die letzten Teile der Reihe, in denen man sich mit diversen futuristischen Waffen und Rüstungen an den Kragen ging. Ein Teil der Serienliebhaber wanderte zum Konkurrenten „Battlefield“ ab, der sich dem Geschehen im ersten Weltkrieg widmete. Daher ist es nur allzu verständlich, dass sich die Programmierer von Sledgehammer Games unter Activisons Schirmherrschaft wieder ganz ihren Ursprüngen zuwanden. Am 03. November erschien nun auch bei uns der neueste Ableger der Serie „Call of Duty – WW2“. Und so viel vorweg, die Spielergemeinschaft dürfte begeistert sein, wenn auch technisch nicht alles auf dem neuesten Stand ist.

Call of Duty kehrt zu seinen Ursprüngen zurück
Call of Duty - WWII FOTO: Activison

Nichts geändert hat sich hingegen an der Tatsache, dass es wieder eine Einzelspielerkampagne, den Multiplayermodus und eine Zombie-Spielart gibt. Shooter-Freunde bekommen damit das breite Spektrum beliebter Routinen geliefert.

Im Einzelspielermodus übernehmen wir die Rolle des amerikanischen Soldaten Red Daniels. Diesen begleitet der Spieler als Teil der 1. Infanteriedivision, besser bekannt als BIG RED ONE, an diverse bekannte Schauplätze des 2. Weltkrieges. Wir stürzen uns in grafisch beeindruckende Szenarien, angefangen von der Landung in der Normadie, über Paris bis hin nach Deutschland. Hierbei wechseln sich Schleichmissionen mit simplen Massenballereien ab, wobei der 2. Teil eindeutig überwiegt und mit seinen Scharen an uns entgegengeworfenen Gegnern nicht ganz zu überzeugen weiß. Vorbei sind aber nun die Zeiten der Selbstheilung, eine gemeinsame Absprache im Team wird wieder stärker in den Focus gerückt. Nur Sanitäter in ihrer Klassenwahl verteilen z.B. Medipacks, die den sicheren Bildschirmtod verhindern können. Ca. 7-8 Stunden dauert die Hatz bis nach Deutschland, allein aber wohl kaum ein Grund die ca. 55€ über die Ladentheke zu reichen.

Szenenbild aus dem neuen Spiel Call of Duty WWII.
Szenenbild aus dem neuen Spiel Call of Duty WWII. FOTO: Screenshot / Slegdehammer Games

Kernstück ist und bleibt bei Call of Duty weiterhin der Multiplayermodus und diesem merkt man auch die größte Überarbeitung an. Leider sind zum Start des Spiels nur wenige Karten für bis zu 12 teambasierte Spieler verfügbar. Wichtiger werden hingegen aber wieder einzelne Missionsziele auf den angebotenen Karten, so entscheidet beispielsweise eine gute Panzereskorte über den Ausgang der Runde. Das bringt mehr Abwechslung in die bekannten TeamDeathmatch-Runden.

Der Spieler kann zwischen 5 verschiedenen Klassen wählen und entscheidet damit über etwaige Boni und Waffen.

Gänzlich neu hingegen sind die Hauptquartiere. Bereiche in denen sich der Spieler zwischen einzelnen Runden aufhalten kann, um Lootboxen zu öffnen oder spezielle Herausforderungen für kommende Spiele anzunehmen, die dann neue Waffenskins freischalten.

Szenenbild aus dem neuen Spiel Call of Duty WWII.
Szenenbild aus dem neuen Spiel Call of Duty WWII. FOTO: Screenshot / Slegdehammer Games

Bleibt als letzter Modus noch die Zombiejagd. In gewohnter Manier gilt es durch das Lösen von Rätseln und das Töten Unmengen von untoten Nazisoldaten voran zu kommen. Ein Setting an dem sich die Geister scheiden und generell ein Modus der unsere Spieleredaktion kalt ließ. Aber die Geschmäcker sind halt verschieden.

Fazit:

Activison bietet exzellente Shooterkost, die einen Großteil der vergrämten Gemeinde wieder zufrieden stellen dürfte. Storytechnisch für Einzelspieler eine Wucht mit neuen Ansätzen im Multiplayermodus und einer Altersempfehlung, die zwingend beachtet werden sollte.

Das Spiel ist ab ca. 55,00€ erhältlich.

USK: ab 18 Jahren

www.callofduty.com/de/

4,5/5 Sternen