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| 16:29 Uhr

Gaming-Test „Donkey Kong Country – Tropical Freeze“ von Nintendo
Da laus` mich doch der Affe

FOTO: Retro Studios / Retro Studios/ Screenshot Siering
Donkey Kong ist zurück! Einer der ältesten Videospielcharaktere feiert sein großes Comeback auf Nintendos aktueller Spielekonsole Switch. Ganz neu ist der Teil „Donkey Kong Country – Tropical Freeze“ hingegen nicht, gab es diesen doch schon vor einigen Jahren auf dem Vorgängermodell, der Nintendo WII U. Ein klassisches 2D Jump & Run in Zeiten offener Spielwelten? Braucht das noch Jemand? Und lohnt sich der Neukauf für Besitzer der alten Version? Ich sage ganz klar: JA!! Und erkläre auch warum… Michael Siering

Irgendwie habe ich mich an jedweder Neuinterpretation des Nintendo-Maskottchens Mario bereits satt gesehen. Offene Spielwelten, mit immer ausgefeilteren Spielmechaniken, ließen mich sehr oft an alte Zeiten zurück denken. Ein klassisches und forderndes Donkey Kong käme hier genau zur richtigen Zeit. Und dann hielt ich eben jenes Switch-Modul in den Händen.

Nach dem Start fiel mir sofort die liebevolle Grafik ins Auge, die auf dem heimischen Fernseher mit satten 1080p erstrahlt. Weniger sind es zwar im Handheldmodus der Konsole, aufgrund des kleineren Bildschirms stört dies aber kaum.

Eine Story braucht es bei Donkey Kong auch nicht, hier reicht eine vermasselte Geburtstagsfete und haufenweise einfallender Gegnerhorden, die es in klassischer Jump & Run Manier zu besiegen gilt. Durch den ständigen Wechsel im Leveldesign erschafft Nintendo eine enorme Motivationskurve. So wechseln sich bewährte Sprungpassagen mit Unterwasserwelten, aber auch den beliebten Affen-Lorenfahrten ab. Hinzu kommt, dass der Oberaffe Donkey auch seine Freunde Dixie, Diddy, und Cranky an Bord holt, die mit ihren Spezialfähigkeiten bestimmte Bereiche im Spiel erst erkundbar machen. Denn nicht nur das Levelende erzeugt bei mir innere Befriedigung, nein, es sollen auch alle 4 KONG-Buchstaben und alle versteckten Puzzleteile je Abschnitt sein. Und so stürze ich mich immer wieder in die gleichen Level, auf der Jagd nach 100%, natürlich nicht, ohne mich vorher bei Funky Kong im Geschäft mit allerlei Gimmicks ausgerüstet zu haben.

FOTO: Retro Studios / Retro Studios/ Screenshot Siering

Diese sind fast unabdingbar, um nicht stetig dem nächsten Bildschirmtod ins Auge zu blicken. Denn so viel sei verraten, Donkey Kong war schon immer und bleibt auch ein verdammt schwerer Vertreter seines Genres. Hier haben die Entwickler in der Switch-Neuauflage aber tief in die Trickkiste gegriffen und erstmalig Funky Kong als spielbaren Charakter einfließen lassen, der mit Extraleben, ohne Sauerstoffverlust beim Tauchen und extrem langen, sowie hohen Sprüngen schon fast zu leicht durch die Level rast. Da ist mir der klassische Durchlauf mit Donkey eindeutig lieber.

Noch ein Wort zu den Gegnern. Diese sind derart putzig und liebevoll programmiert, dass ich sie gern verschonen würde. Auch die Bosskämpfe sind anstrengend, aber mit viel Liebe zum Detail umgesetzt.

FOTO: Retro Studios / Retro Studios/ Screenshot Siering

Fazit: Alles in Allem bleibt Donkey Kong seiner Ahnenlinie treu. Bockschwer, mit einer herzallerliebsten Grafik und dem stetigen Sammelwahn in abwechslungsreichen Leveln. Wer sich nur halbwegs nach etwas Erholung vom Mario-Alltag sehnt, sollte hier zugreifen.

Das Spiel ist ab ca. 55,00€ erhältlich.

USK: ab 0 Jahren

https://donkeykong.nintendo.com

4,5/5 Sternen