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RUNDSCHAU Gaming-Test
Arms – Kurzweilige „Punch Out“ - Variante

Arms – Kurzweilige „Punch Out“ - Variante für Nintendo
Arms – Kurzweilige „Punch Out“ - Variante für Nintendo FOTO: Nintendo
Es ist schon eine Weile her, dass Nintendo ganze Familien vor der Konsole zum Boxspiel „Punch Out“ versammelte. Aber irgendwie erinnert das kürzlich erschienene „Arms“ auf der neuen Referenz Switch an diesen bunten und abgefahrenen Klassiker der Videospielgeschichte. Michael Siering

Erneut prügeln sich diverse Charaktere durch quietschbunte Arenen und versuchen Siege in diversen Grand Prix zu ergattern. Mit seiner kindgerechten Präsentation und einer USK Freigabe ab 6 Jahren stellt sich aber die Frage, ob der neue Prügler auch gestandene Zocker langfristig an die Konsole binden kann. Die LAUSITZER RUNDSCHAU Gamingredaktion hat es für Euch getestet.

Charakterauswahl

Den ersten Wehmutstropfen gab es gleich zu Beginn. Gerade einmal 10 Kämpfer stehen zur Auswahl. Hier bietet das ebenfalls vor kurzem erschienene "Street Fighter II" - Comeback deutlich mehr an LineUp.

Dafür lassen sich die Comicrecken aber individuell bestücken. Denn wir bekämpfen uns mit ausfahrbaren Armen - die auch namensgebend für das Spiel sind. Neue und bessere Waffen für die Fäuste sorgen für jede Menge Abwechslung und taktische Tiefe.

Manchmal ist der direkte, gerade Punch erfolgreich, bei anderen Gegnern benötigt der Spieler mehr Geschick, etwa mit Bumerang- oder seitlichen Wirbelattacken. In deren Ausführung wird der Spieler auf Wunsch durch entsprechende Tutorials gut geschult und somit dürfte auch für absolute Neulinge des Genres der Einstieg spielend leicht gelingen.

Der Schwierigkeitsgrad von "Arms"

Mit den ebenfalls einstellbaren sieben verschiedenen Schwierigkeitsgraden im Singleplayermodus feiert man bei "Arms" schnell die ersten Erfolge und kann sich in seinen Herausforderungen stetig steigern, denn bereits ab Stufe drei sind umfangreiche Kenntnisse der verschiedenen Schlagvarianten von Nöten, um weiter voran zu kommen.

Wobei der klassische Kampf gegen Computergegner recht schnell eintönig wird, einzig durch diverse Minispiele (Basketball, Volleyball) versucht Nintendo etwas Abwechslung in den Grand Prix Verlauf zu bringen.

"Arms"-Multiplayermodus

Kern des Spieles bleibt aber auch hier der Multiplayermodus, den Nintendo derzeit noch bis Ende des Jahres (anders als Playstation und XBOX) kostenfrei anbietet. Kämpfe gegen menschliche Gegner, ob einzeln oder mit mehreren im Battle machen ungeheuren Spaß, wobei auch hier erwähnt werden muss, dass gerade bei Ansammlungen von 4 oder mehr Spielern die Übersicht schnell verloren geht.

Die Arenen sind mit viel Liebe zum Detail und sehr abwechslungsreich gestaltet. Mit der durch Erfolge erspielten Spielwährung kauft ihr immer bessere Ausrüstung für Eure Kämpfer.

Steuerung mit Controller oder Joycons

Bei der Steuerung überlässt Nintendo Euch alle Freiheiten. Ob mit klassischen Controller oder freihändig per abgestöpselter Joycons (echt schweißtreibend), Ihr habt die Qual der Wahl. Mit allen Varianten lässt sich "Arms" gleich gut steuern. Nur bei genau zu timenden Blocks oder Seitwärtsangriffen ist die Freihandsteuerung etwas ungenauer.

Das Spiel läuft jederzeit butterweich ohne erkennbare Ruckler und selbst bei mehreren Online-Partien in Folge erlebte unsere Redaktion keine Frameeinbrüche. Gute Arbeit!

Fazit

Mit "Arms" präsentiert Nintendo ein weiteres, neues Familiensetting, dass nicht unbedingt für Wochen an den Bildschirm fesselt, dank der Unterwegs-Konsole Switch aber immer wieder zu einer schnelle Runde im Bus oder am Strand einlädt.

"Arms" ist für Nintendo Switch ab ca. 55,00€ erhältlich.USK: ab 6 Jahren <strong>nintendo.de