Die Zahl der Fälle von Benzinklau erhöhte sich im Vergleich der Jahre 2009 und 2011 von 241 auf 288. Die Schadenssumme stieg damit von knapp 93 000 auf fast 157 000 Euro.

Die Tendenz bestätigte sich im ersten Quartal des laufenden Jahres. Von Januar bis März registrierte die Polizei 417 Diesel- und 98 Benzindiebstähle. Im Vorjahreszeitraum waren 316 Fälle von Dieseldiebstahl und 49 Fälle von Benzindiebstahl angezeigt worden. Die Schadenssumme beim Dieselklau stieg im Vergleich der ersten Quartale von mehr als 250 000 auf über 392 000 Euro. Beim Benzin erhöhte sich die Summe von knapp 36 000 auf fast 37 600.

Aufklärungsquote sinkt sogar

Die Aufklärungsquote bei den Delikten ist gering. Sie lag den Angaben zufolge in den vergangenen Jahren höchstens zwischen 15 und 16 Prozent. Am niedrigsten war sie im ersten Quartal dieses Jahres - es wurden nur knapp zehn Prozent der Diesel- und gut sechs Prozent der Benzindiebstähle aufgeklärt.

Unter den ermittelten mutmaßlichen Dieseldieben stieg den Angaben zufolge der Anteil der Ausländer. Hatte 2009 nur gut die Hälfte von 128 beschuldigten Dieseldieben keinen deutschen Pass, waren es 2011 bereits knapp 61 Prozent. Benzindiebe hingegen waren mehrheitlich Deutsche.

Direktion Süd als Schwerpunkt

Die meisten Fälle von Dieseldiebstahl verzeichnete die Polizeidirektion Süd. Dort stieg die Zahl dieser Delikte zwischen 2009 und 2011 um mehr als die Hälfte auf 669. Im Bereich der Polizeidirektion West gab es einen Anstieg um mehr als zwei Drittel auf 531. Für die Polizeidirektion Ost wurde ein Zuwachs von 281 auf 442 festgestellt. Auf dem Gebiet der Polizeidirektion Nord stieg die Zahl der Dieseldiebstähle von 175 auf 271.