Dem Landtagsdirektor wird vorgeworfen, seinen Dienstwagen samt Chauffeur in mindestens zehn Fällen seiner Freundin zur Verfügung gestellt zu haben.
Darüber hinaus habe er eine Firma, bei der seine Lebensgefährtin tätig ist, für Schulungen von Landtagsmitarbeitern empfohlen. Zuletzt war Metz wegen einer Fortbildung in Italien in die Kritik geraten. Dabei hatte er "Auslandstrennungsgeld" erhalten und durfte zudem das übliche Limit für Übernachtungskosten überschreiten.
In der Affäre gerät jetzt auch Landtagspräsident Erich Iltgen (CDU) unter Druck. Die Opposition fordert Iltgen indirekt zum Rücktritt auf. "Die Führungsschwäche im Haus ist klar erkennbar", sagte etwa der Parlamentarische Geschäftsführer der FPD-Fraktion, Torsten Herbst, dem Blatt. "Es stellt sich die Frage, wie lange Herr Iltgen weitermachen sollte." Auch die Linksfraktion kritisierte den Präsidenten. "Herr Iltgen hat großen Anteil am Aufbau des Landtags", sagte Fraktionschef Peter Porsch. Doch auch für den Präsidenten gelte: "Man sollte gehen, solange dies noch genügend Leute bedauern." Iltgen hatte sich in der Dienstwagen-Affäre um Metz hinter den Spitzenbeamten gestellt. (ddp/mb)