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| 02:35 Uhr

Dienstwagen bremst BTU-Präsidenten

Cottbus/Potsdam. Scheitert der Vertrag mit dem BTU-Gründungspräsidenten daran, dass der Dienstwagen nicht privat genutzt werden darf? Das Ministerium bestätigt, dass es in diesem Punkt keine Einigung gibt. Die BTU hofft auf ein Einlenken. Christian Taubert und Simone Wendler

Der Amtsantritt des Gründungspräsidenten der BTU Cottbus-Senftenberg am 1. Juni ist zunächst am Streit über einen Dienstwagen gescheitert. Dabei geht es um das Detail der privaten Nutzung des Autos, was Wissenschaftsministerin Sabine Kunst (parteilos) am Freitag bestätigte. Aus ihrer Sicht bestehe jedoch noch Hoffnung, falls Prof. Jochen Zimmermann in dieser Frage einlenkt. "Dann sind weitere Gespräche mit ihm durchaus möglich", erklärte Kunst.

Die gegenwärtige BTU-Führung setzt ebenfalls auf Vermittlung. In einem Gespräch am Freitag bei der Ministerin haben Vertreter von Senat und Hochschulleitung auf die Fortsetzung der Vertragsverhandlungen mit Zimmermann gedrängt. Der Betroffene selbst wollte den Dienstwagen-Streit gegenüber der RUNDSCHAU nicht bestätigen. Für ihn sei die Tür zur BTU noch nicht zugeschlagen, betonte der Bremer Wirtschaftswissenschaftler. "Ich freue mich noch immer auf Cottbus."

Unterdessen bestätigte der ehemalige BTU-Präsident Walther Ch. Zimmerli der RUNDSCHAU, dass er einen Dienstwagen hatte. "Aber nicht zur privaten Nutzung", fügte Zimmerli hinzu. Diese Regelung sei hinlänglich bekannt und gelte für alle.

Das Verhalten Zimmermanns den Gremien der Cottbuser Universität gegenüber bezeichnete der Hauptgeschäftsführer der IHK Cottbus Wolfgang Krüger als "völlig inakzeptabel". Die Absage Zimmermanns bezeichnete er als "Katastrophe für den Wissenschaftsstandort Cottbus".

Lausitz/Brandenburg Seite 4