Der Grünen-Politiker, der zwischenzeitlich Kultusminister in Sachsen-Anhalt war, bezieht aus der brandenburgischen Landeskasse ein stattliches Ruhegeld, weil ihm der damalige Regierungschef Manfred Stolpe in einer feudalen Geste ein Rückkehrrecht zugebilligt hatte. Früh-Pensionär Harms, des Nichtstuns leid, hat dem Land wiederholt seine Dienste angeboten - auch ohne feste Stelle. Im Auftrag Platzecks bezog er vorübergehend ein Büro in der Staatskanzlei und entwickelte ein Konzept für ein Osteuropa-Zentrum in Frankfurt (Oder), das der Bund finanzieren soll. Jetzt ist der 50-jährige offenbar im Gespräch als eine Art Vordenker und Stratege, der Zukunfts-Konzepte im Auftrag von Regierungschef Platzecks entwickeln soll.
W as aus Brandenburgs früheren Polizeipräsidenten geworden ist, die durch die Polizeireform ihre Posten räumen mussten, weiß niemand so genau: Die frühere Wasserschutzpolizei-Chefin Monika Scheufler soll sich im Wirtschaftsministerium um Boots-Tourismus kümmern, Jürgen Lüth aus Cottbus um den Sport, Hartmut Lietsch aus Frankfurt/Oder um die brandenburgisch-polnische Polizei-Zusammenarbeit. Spekulationen, er sei mit einem gutdotierten Job in Brüssel versorgt worden, wies jetzt Potsdams früherer Polizeipräsident Detlef Graf von Schwerin zurück. "Alles Quatsch." Zwar habe er einen befristeten Beratervertrag mit dem Innenministerium, bei dem es um Europafragen gehe. Doch im letzten Halbjahr sei er "nur drei Mal" in Brüssel gewesen.
V erschärfte Sicherheitsmaßnahmen in Potsdamer Amtsstuben: Nein, nicht wegen des Irak-Krieges. Der Anlass ist ganz profan. Dreiste Diebe treiben seit einiger Zeit ihr Unwesen. Im Kulturministerium und in der Schlösserstiftung stahlen sie aus unverschlossenen Räumen Geldbörsen und andere Dinge. Jüngstes Beispiel: Aus den Büroräumen des Potsdamer "Hauses für brandenburgisch-preußische Geschichte" wurden mehrere Geldbörsen entwendet. Just in dem Moment, als nebenan der frischgekürte Geschäftsführer Gerd Streidt und seine engsten Mitarbeiter mit einem Glas Sekt auf die Gründung der Museums-GmbH anstießen.