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| 01:29 Uhr

Die Zukunft der Straßenbahn in Cottbus

Kaum ein Thema hat in der Stadt Cottbus in den vergangenen Monaten die Leute so sehr bewegt wie die Frage nach der Zukunft der Straßenbahn. Inzwischen gibt es ein politisches Votum pro Tram – doch nach wie vor existieren viele offene Fragen.



Das erste Problem: Der Fuhrpark von Cottbusverkehr wird immer älter. Die Straßenbahnen fahren bereits mehr als 20 Jahre durch die Stadt. Ein paar Jahre halten sie laut Verkehrsexperten noch durch, dann braucht das Unternehmen eine neue Tramflotte. Der Einkaufspreis für 20 neue Fahrzeuge beträgt aktuell rund 50 Millionen Euro. Für diese Anschaffung hat das Land bisher keine Hilfe in Aussicht gestellt. Deshalb wollen sich mehrere Städte gemeinsam mit ihren Straßenbahnunternehmen für eine Förderung einsetzen. Die Diskussion zu diesem Thema ist erst am Anfang, sagt Geschäftsführer Jörg Reincke. „Wir haben mit unseren entwickelten Systemen die Antwort auf Feinstaubreduktion und den demografischen Wandel in den Städten gegeben.“ Ein teilweiser Ersatz der Flotte in diesem Jahrzehnt ist geplant. Der Rest wird liebevoll restauriert. „Freuen Sie sich auf schicke „,Langläufer´“, so Jörg Reincke.

Das zweite Problem: Laut einer Studie macht die Erweiterung des städtischen Straßenbahn-Streckennetzes aus betriebswirtschaftlicher Sicht Sinn. Danach empfehlen die Experten eines Verkehrsplanungsbüros den Ausbau des Tram-Netzes in der Spremberger Vorstadt im Bereich des Carl-Thiem-Klinikums. Sinnvoll sei auch, den Lausitz-Park per Straßenbahn zu erschließen. Allerdings ist eine Erweiterung nur möglich, wenn sich das Land mit einer Förderung von mindestens 70 Prozent beteiligt. Ohne diese Hilfe würde sich keine der untersuchten Varianten rechnen, so die Experten.