Die Durchschnittstemperatur steigt in Deutschland bis zum Jahr 2100 je nach Höhe der künftigen Treibhausgasemissionen um 2,5 bis 3,5 Grad Celsius. Das schreibt das Umweltbundesamt (UBA) in einem im Internet veröffentlichten Bericht, der die Studie der Hamburger Forscher von 2006 zusammenfasst. Am stärksten erwärmen sich der Süden und Südosten Deutschlands im Winter. Bis zum Jahr 2100 könnten die Winter hier um mehr als 4 Grad wärmer werden als im Zeitraum 1961 bis 1990. Das fanden die Forscher mit Hilfe des Regionalmodells (REMO) heraus, das räumlich sehr detaillierte Voraussagen erlaubt. Zugleich sinken die Niederschläge im Sommer großflächig, besonders in Nordostdeutschland.

Folgende Gefahren haben die Forscher berechnet: sinkende Grundwasserspiegel im Sommer erhöhte Waldbrandgefahr, besonders im Nordosten größere Hochwassergefahr im regenreichen Herbst.

Bereits die kürzlich veröffentlichte Studie vom Potsdam–Institut für Klimafolgenforschung (PIK) hatte die Auswirkungen der Klimaänderung speziell für Brandenburg zusammengefasst. Neben höherer Temperaturen von rund 1,4 Grad bis 2055 geht gleichzeitig die Regenwahrscheinlichkeit zurück. So sinkt der Grundwasserspiegel bei stärkerer Verdunstung. Folge: Die Lausitz wird heißer und trocknet aus.