Personal: Mit zusätzlichen Mitteln für das Innenressort wird es bis zum Jahr 2020 rund 4300 neue Stellen für Sicherheitsbehörden sowie rund 876 Millionen Euro für Personal- und Sachmittel geben. Die Mittel für den Verfassungsschutz werden gegenüber 2016 um 90 Millionen auf 350 Millionen Euro aufgestockt, für den BND um rund 110 Millionen auf 833 Millionen Euro.

Humanitäre Hilfe: Für Entwicklung und den Kampf gegen Fluchtursachen werden 1,1 Milliarden Euro zusätzlich bereitgestellt. Das Verteidigungsressort profitiert von einem Zusatzplus von 393,2 Millionen - unter anderem für den Kauf kleiner Kriegsschiffe.

Solidarprojekt: Fünf Milliarden Euro fließen zusätzlich für sozialen Wohnungsbau, Integration und Langzeitarbeitslose.

Minderausgaben: Finanzminister Wolfgang Schäuble profitiert nicht nur von niedrigen Zinsen und weniger Kosten für Kredite. In Folge einer geringeren Flüchtlingszuwanderung werden auch deutlich weniger Arbeitsmarkt- und Integrationskosten als zunächst veranschlagt. Das Arbeitsressort muss mit gut einer Milliarde Euro weniger auskommen.

Sparvorgabe: Das zusätzliche Geld für Mehrausgaben muss teils noch erwirtschaftet werden - oder es muss eingespart werden. Noch gibt es eine "Globale Minderausgabe" von zwei Milliarden Euro.

Gesamtausgaben: Die Gesamtausgaben des Bundes sollen 2017 auf 329,1 Milliarden Euro steigen. Das sind nach den Parlamentsberatungen 400 Millionen Euro mehr als im Regierungsentwurf. Im Vergleich zu 2016 wird 3,7 Prozent mehr Geld ausgegeben. Die Investitionen steigen auf 36,07 Milliarden Euro.

Schwarze Null: Trotz der Mehrausgaben für das Wahljahr 2017 will die schwarz-rote Koalition auch im kommenden Jahr ohne neue Schulden auskommen und die Schwarze Null das vierte Jahr in Folge halten.

Bundesbankgewinn: Im Haushalt sind auch wieder 2,5 Milliarden Euro an Bundesbankgewinn vorgesehen. Fällt der höher aus, fließt der überschießende Betrag nicht mehr in die Flüchtlings-Rücklage, sondern wird wieder zur Tilgung von Altschulden verwendet.